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OHB SE Aktie: Saab und OHB Sweden prüfen Sicherheitsallianz

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 05:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OHB meldet neue Satelliten im Orbit, prüft mit Saab Sicherheitslösungen und hält an den Finanzzielen für 2026 fest.

OHB nach TecDAX-Aufnahme mit Satellitenprojekten und ESA-Studien
Abstrakte Darstellung von Satellitentechnologie und Weltraumforschung in einem professionellen, technologischen Kontext. Illustration mit AI erstellt.

Nach der Aufnahme in den TecDAX baut die OHB SE ihre Präsenz im Raumfahrt- und Sicherheitsbereich weiter aus. Der Bremer Raumfahrtkonzern hatte zum 21. September den IT-Dienstleister CANCOM SE im Technologieindex abgelöst.

Neben der Indexaufnahme treibt das Unternehmen strategische Allianzen voran: Am 24. September unterzeichnete die Tochtergesellschaft OHB Sweden ein Memorandum of Understanding mit dem schwedischen Rüstungskonzern Saab.

Gegenstand der Absichtserklärung ist die Prüfung weltraumgestützter Verteidigungs- und Sicherheitsfähigkeiten, darunter Lagebilder, sichere Kommunikation und Systemresilienz. Konkrete Aufträge umfasst die Vereinbarung vorerst nicht.

Neue Systeme erreichen die Umlaufbahn

Flankiert wird die strategische Ausrichtung durch mehrere operative Meilensteine im Erdorbit. Die Plattform entstand in Zusammenarbeit der Konzerntochter LuxSpace mit der Universität der Bundeswehr München und soll 22 wissenschaftliche Experimente zu Themen wie orbitaler Datenverarbeitung, Aufklärung und Navigation ermöglichen.

Bereits am Donnerstag meldete OHB Italia den Abschluss eines weiteren Großprojekts. Mit dem Start der letzten acht Satelliten erreichte die Eaglet-II-Konstellation für das italienische Erdbeobachtungsprogramm IRIDE ihre vorgesehene Stärke von 24 Einheiten. Das Tochterunternehmen zeichnete für Entwicklung, Integration sowie Tests verantwortlich und übernimmt auch den laufenden Betrieb der Konstellation.

Vorstudien der ESA und Jahresziele

Zusätzliche Perspektiven eröffnen institutionelle Aufträge auf europäischer Ebene. Am 29. September erteilte die Europäische Weltraumorganisation ESA zwei parallele Machbarkeitsstudien für einen potenziellen europäischen Außenposten im niedrigen Erdorbit an Konsortien unter Führung von Airbus Defence and Space sowie OHB.

Geprüft werden Konzepte für eine europäisch geführte Raumstation für die Zeit nach der Internationalen Raumstation ISS; ein Beschluss über einen Bauauftrag ist damit nicht verbunden.

Finanziell hält das Management an den Zielmarken für das laufende Turnusjahr fest. Das Unternehmen stellt für 2026 eine konsolidierte Gesamtleistung von rund 1.400 Millionen Euro in Aussicht. Die bereinigte EBITDA-Marge soll sich nach Unternehmensangaben zwischen 10,5 Prozent und 11,0 Prozent bewegen.

Analystenurteil und Ausblick

Am 29. September bestätigte Michael Filatov, Analyst bei Berenberg, die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 358 Euro. Er verwies dabei auf Gespräche mit Investoren in Nordamerika, bei denen ein ausgeprägtes Interesse am Sektor und an OHB deutlich geworden sei.

Am Aktienmarkt ging das Papier am Freitag mit einem Schlusskurs von 171,80 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel damit einen Zuwachs von 47 Prozent seit Jahresanfang. Aufschluss über die finanzielle Entwicklung der vergangenen Monate erhalten die Marktteilnehmer am 12. November 2026: Für diesen Termin hat das Unternehmen die Veröffentlichung der Geschäftszahlen für die ersten neun Monate angesetzt.

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