Omeros Aktie: EMA hÀlt an Yartemlea-Nein fest
Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 13:04 Uhr | Redaktion boerse-global.deEuropÀische Behörde bleibt bei Nein zu Yartemlea
Der europĂ€ische Zulassungsantrag fĂŒr Narsoplimab hat eine weitere HĂŒrde verfehlt. Der Ausschuss fĂŒr Humanarzneimittel (CHMP) der EuropĂ€ischen Arzneimittel-Agentur EMA bestĂ€tigte am vergangenen Donnerstag nach einer erneuten PrĂŒfung seine Empfehlung, das unter dem Namen Yartemlea gefĂŒhrte PrĂ€parat nicht zuzulassen.
Das Medikament war fĂŒr den Einsatz bei transplantationsassoziierter thrombotischer Mikroangiopathie (TA-TMA) bei Erwachsenen sowie bei Kindern ab zwei Jahren vorgesehen.
Bereits am 25. Juni 2026 hatte der Ausschuss eine erste negative Stellungnahme abgegeben. Nach dem ĂberprĂŒfungsverfahren hielt das Gremium an seinen Bedenken fest: Die Wirksamkeit des Wirkstoffs sei nicht verlĂ€sslich belegt. Zudem stufte die Behörde die vorliegenden Dosierungs- und Sicherheitsdaten fĂŒr pĂ€diatrische Patienten als unzureichend ein.
Die vorgelegte Hauptstudie stĂŒtzte sich auf lediglich 28 erwachsene Teilnehmer und kam ohne einen vergleichenden Kontrollarm aus. Ăber Programme fĂŒr den erweiterten Zugang wurden ergĂ€nzend 27 weitere Erwachsene und 16 Kinder behandelt, was die Bedenken der Behörde jedoch nicht ausrĂ€umen konnte.
SchlieĂung des europĂ€ischen HĂ€rtefallprogramms
In den Vereinigten Staaten stellt sich die regulatorische Lage fĂŒr das US-Biotechunternehmen anders dar. Laut Omeros hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA Narsoplimab bereits im Dezember 2025 genehmigt. In Europa zieht das Unternehmen nun unmittelbare Konsequenzen aus der ausbleibenden Empfehlung des Ausschusses.
Omeros plant, das europĂ€ische Compassionate-Use-Programm fĂŒr das PrĂ€parat zu beenden. Patienten, die im Rahmen dieser HĂ€rtefallregelung bereits eine Behandlung mit dem Wirkstoff begonnen haben, sollen diese nach Unternehmensangaben aber noch regulĂ€r abschlieĂen können. Genaue Details zu weiteren regulatorischen Schritten in Europa sind derzeit nicht bekannt.
Deutliche Kursreaktion an den MĂ€rkten
An der Börse sorgte die BestĂ€tigung der negativen Empfehlung fĂŒr deutlichen Verkaufsdruck. Am vergangenen Freitag sackte die Aktie um 14 Prozent ab und beendete den Handel bei einem Schlusskurs von 14,40 Euro.
Der jĂŒngste RĂŒckschlag bremste die vorangegangene AufwĂ€rtsbewegung des Titels spĂŒrbar aus. Durch die Kursverluste vergröĂerte sich der Abstand zum aktuellen 52-Wochen-Hoch von 18,40 Euro, das erst am 22. September 2026 erreicht worden war, auf ein Minus von 22 Prozent. Marktteilnehmer mĂŒssen nun neu bewerten, wie das Unternehmen den Wegfall des europĂ€ischen Marktzugangs kompensieren will.
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