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OMV Aktie: Masdar-Ausstieg bremst Wasserstoff nicht

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 06:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OMV will die 140-Megawatt-Elektrolyseanlage in Niederösterreich allein umsetzen. Finanzierung und weitere Energieprojekte schreiten voran.

OMV verfolgt Wasserstoffprojekt trotz Masdar-RĂŒckzug weiter
Futuristische Industrieanlage fĂŒr Wasserstofftechnologie bei DĂ€mmerung als Symbol fĂŒr Energiewende. Illustration mit AI erstellt.

Der österreichische Energiekonzern OMV treibt seine WasserstoffplĂ€ne trotz des RĂŒckzugs eines wichtigen Partners eigenstĂ€ndig voran. Am Freitag wurde bekannt, dass sich Masdar aus Abu Dhabi aus dem gemeinsamen Wasserstoffprojekt im niederösterreichischen Bruck an der Leitha zurĂŒckgezogen hat. Wie Reuters berichtet, beabsichtigt OMV nun, die geplante 140-Megawatt-Elektrolyseanlage ohne den bisherigen Partner zu realisieren.

Finanzierungsrahmen fĂŒr Bruck an der Leitha steht

Das Gesamtvolumen des Vorhabens belĂ€uft sich auf rund 600 Millionen Euro. Trotz des Ausstiegs von Masdar gilt das Vorhaben als weitgehend durchfinanziert. FĂŒr die Umsetzung liegt bereits eine Kreditzusage der EuropĂ€ischen Investitionsbank ĂŒber 450 Millionen Euro vor.

Nach den derzeitigen Planungen soll die Anlage Ende 2027 in Betrieb gehen. Das Ziel ist die jĂ€hrliche Produktion von bis zu 23.000 Tonnen grĂŒnem Wasserstoff. Das Projekt bildet einen wichtigen Baustein fĂŒr die Dekarbonisierungsstrategie des Wiener Konzerns, der den erzeugten Wasserstoff vor allem fĂŒr industrielle Anwendungen und Raffinerieprozesse nutzen will.

An den FinanzmĂ€rkten sorgte die Nachricht fĂŒr wenig Verunsicherung. Die OMV-Aktie ging am Freitag mit einem leichten Minus von 0,6 Prozent bei 71,45 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht verzeichnet der Titel seit Jahresanfang ein deutliches Kursplus von 51 Prozent.

Fortschritte im traditionellen FördergeschÀft

Parallel zum Ausbau nachhaltiger Technologien meldete das Unternehmen auch Erfolge im Upstream-Bereich. Am Mittwoch bestĂ€tigten OMV und die libysche National Oil Corporation die wirtschaftliche Förderbarkeit der Fundstelle „Essar“ im Sirte-Becken. OMV fungiert dort als BetriebsfĂŒhrer.

Die geschĂ€tzten förderbaren Bruttoressourcen belaufen sich auf bis zu 45 Millionen Barrel Öl. Bei voller Auslastung wird eine FörderkapazitĂ€t von rund 6.000 Barrel pro Tag erwartet. Damit sichert sich der Konzern zusĂ€tzlichen Cashflow, der auch kĂŒnftige Investitionen in kohlenstoffarme GeschĂ€ftsfelder unterstĂŒtzen kann.

Breitere Aufstellung im europÀischen Raum

Auch die Tochtergesellschaften treiben operative Projekte voran. Am 11. September unterzeichnete die Mehrheitsbeteiligung OMV Petrom in RumĂ€nien einen EPC-Vertrag mit dem Anbieter Simtel Team. Vorgesehen ist die Errichtung eines Batteriespeichersystems am Solarpark I?alni?a im Kreis Dolj. Die Anlage soll ĂŒber eine installierte Leistung von 20 Megawatt sowie eine SpeicherkapazitĂ€t von 40 Megawattstunden verfĂŒgen.

In einer aktualisierten UnternehmensprÀsentation verweist OMV zudem auf das Gasprojekt Neptun Deep im Schwarzen Meer sowie auf die Umsetzung der Strategie 2030 im Rahmen von Borouge International. Das Gemeinschaftsunternehmen wird zu gleichen Teilen von OMV und XRG gehalten.

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