Orexo: 250 MSEK über Bezugsrechtsemission
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 10:31 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Orexo will sich frisches Geld über den Kapitalmarkt beschaffen. Der Vorstand des schwedischen Pharmaunternehmens hat heute die Durchführung einer Bezugsrechtsemission im Umfang von rund 250 MSEK beschlossen.
Die Durchführung der Maßnahme steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung einer außerordentlichen Hauptversammlung. Rund 175 MSEK und somit etwa 70 Prozent des geplanten Volumens sind bereits über Verpflichtungen und Zeichnungsgarantien abgedeckt.
Die Einnahmen aus der Kapitalerhöhung dienen mehreren Zwecken. Das Unternehmen beabsichtigt, mit den Mitteln priorisierte Entwicklungsprojekte und das laufende Betriebskapital zu finanzieren. Darüber hinaus soll der Erlös den Anteil von Orexo an einem erwarteten Vergleich mit dem Justizministerium der Vereinigten Staaten decken, vorbehaltlich einer finalen Einigung.
Zum Stichtag am 31. August 2026 beliefen sich die liquiden Mittel ohne Berücksichtigung bestimmter temporärer Posten des Betriebskapitals auf rund 118,7 MSEK.
Zeitplan für die außerordentliche Hauptversammlung
Die endgültigen Konditionen der Bezugsrechtsemission sollen am 3. November festgelegt werden. Die außerordentliche Hauptversammlung, die über die Emission und begleitende Beschlüsse befinden soll, ist für den 6. November 2026 angesetzt. Aktionäre müssen am 29. Oktober 2026 im Aktienregister geführt sein, um an der Abstimmung teilzunehmen.
Parallel zu den Vorbereitungen für das Aktionärstreffen äußerte sich das Unternehmen auch zur Haltung von Großinvestoren. Novo Holdings A/S beabsichtigt demnach nicht, netto frisches Kapital im Rahmen der Emission beizusteuern. Der Investor hat sich jedoch zu einer Haltevereinbarung mit einer Laufzeit von 180 Tagen verpflichtet.
Pipeline-Fortschritte bei den US-Zulassungen
Die Finanzierungsmaßnahme folgt auf mehrere Fortschritte im regulatorischen Bereich innerhalb der vergangenen Wochen. Am 29. September reichte Orexo den Zulassungsantrag für IZIPRY, ein Naloxon-Nasenpulver zur Behandlung von Opioid-Überdosierungen, erneut bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA ein.
Das Dossier wurde überarbeitet, um die im behördlichen Antwortschreiben aufgeworfenen Punkte zu adressieren. Die offizielle Prüfung der FDA soll beginnen, sobald der Antrag angenommen ist.
Bereits am 14. September meldete Orexo zudem einen Meilenstein für den Entwicklungskandidaten OX640. Die Behörde genehmigte den entsprechenden IND-Antrag für klinische Prüfpräparate, was den Übergang in die zulassungsrelevante Phase des klinischen Programms ermöglicht. Eine entscheidende klinische Studie soll planmäßig im vierten Quartal 2026 starten.
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