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Orsted Aktie: Citi stuft auf Buy hoch

Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 05:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Citi stuft Orsted auf Kaufen hoch. Der Windkraftkonzern überzeugt mit starken Halbjahreszahlen und kündigt die Wiederaufnahme von Dividenden an.

Orsted Aktie: Citi-Update und Dividendenperspektive treiben Optimismus
Moderne Offshore-Windkraftanlagen im Ozean bei Sonnenaufgang als Symbol für erneuerbare Energien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der dänische Energiekonzern Orsted rückt verstärkt in den Fokus der Anleger, nachdem die Analysten von Citi gestern das Wertpapier von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft haben. Diese positive Einschätzung folgt auf die Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse und eine klare Perspektive für die Wiederaufnahme von Ausschüttungen an die Aktionäre.

Das Unternehmen profitiert dabei von einer starken operativen Leistung im Windsektor, die den Aktienkurs seit Jahresbeginn bereits um 16 % steigen ließ.

Analysten-Upgrade nach operativen Fortschritten

Die Hochstufung durch Citi am Mittwoch unterstreicht das wachsende Vertrauen in die Erholungsstrategie des Windkraft-Spezialisten. Nachdem das Unternehmen in der Vergangenheit mit schwierigen Marktbedingungen und Projektverzögerungen zu kämpfen hatte, signalisiert die aktuelle Bewertung eine Wende.

Der gestrige Schlusskurs von 18,84 € verdeutlicht jedoch, dass das Papier mit einem Abstand von 19 % noch deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch notiert, das im Mai erreicht wurde.

Medienberichten zufolge stützen sich die optimistischen Erwartungen auf die jüngsten Geschäftszahlen für das zweite Quartal und das gesamte erste Halbjahr 2026. Orsted konnte beim EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ohne neue Partnerschaften und Stornogebühren die Erwartungen übertreffen.

In den ersten sechs Monaten des Jahres belief sich dieser Wert auf 15,0 Milliarden Dänische Kronen (DKK), wovon 5,44 Milliarden DKK auf das zweite Quartal entfielen. Besonders die Offshore-Sparte erwies sich als Wachstumstreiber: Die Stromerzeugung auf See stieg im Jahresvergleich um 23 % auf 11,2 Terawattstunden (TWh).

Herausforderungen im US-Markt und Abschreibungen

Trotz der operativen Zuwächse musste der Konzern im zweiten Quartal einen Rückgang des Nettogewinns hinnehmen. Laut Reuters sank dieser auf 0,7 Milliarden DKK, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 3,4 Milliarden DKK erzielt worden waren.

Hauptgrund hierfür waren Wertminderungen in Höhe von 1,2 Milliarden DKK. Diese Abschreibungen stehen primär im Zusammenhang mit Offshore-Projekten in den USA und dem anhaltend hohen Zinsniveau für langfristige US-Anleihen.

Dennoch betonte das Management, dass sämtliche laufenden Projekte im Zeitplan liegen und die geplanten Kosten nicht überschreiten. Parallel dazu konnte Orsted im Juni einen juristischen Erfolg vor dem dänischen See- und Handelsgericht verbuchen.

Das Gericht entschied zugunsten des Unternehmens in einem langjährigen Rechtsstreit um Schadenersatzforderungen im Zusammenhang mit dem ehemaligen Unternehmen Elsam und angeblichen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht.

Strategische Ausrichtung und neue Dividendenpolitik

Ein zentraler Punkt für Investoren ist der neue Dividendenrahmen für die Geschäftsjahre 2026 bis 2028. Orsted kündigte an, für das laufende Geschäftsjahr 2026 die Dividendenzahlungen wieder aufzunehmen, wobei die erste Ausschüttung im Jahr 2027 erfolgen soll. Dies markiert einen wichtigen Schritt zurück zur Kapitaldisziplin, nachdem Investitionen zuletzt priorisiert wurden. Im ersten Halbjahr investierte der Konzern brutto 18,3 Milliarden DKK, während Desinvestitionen 9,5 Milliarden DKK einbrachten.

Für das Gesamtjahr 2026 hält Orsted an seiner Prognose fest. Das Unternehmen erwartet weiterhin ein EBITDA ohne neue Partnerschaften von über 28 Milliarden DKK. Die Bruttoinvestitionen werden für das laufende Jahr auf eine Spanne zwischen 50 Milliarden und 55 Milliarden DKK beziffert.

Angesichts eines stabilen freien Cashflows von 364 Millionen DKK im ersten Halbjahr zeigt sich die Konzernführung zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen und die Marktführerschaft im Bereich der Offshore-Windenergie weiter zu festigen.

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