Palantir Aktie: Allianz mit PwC ausgeweitet
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 21:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Palantir baut den Vertrieb seiner Softwarelösungen im Unternehmenssektor weiter aus. Der Daten- und KI-Spezialist weitet seine strategische Allianz mit der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC deutlich aus. An den europäischen Handelsplätzen reagierten die Anleger positiv auf den Ausbau des Partnernetzwerks: Die Palantir-Aktie legte heute um 2,4 Prozent zu und notiert bei 158,26 Euro.
Neue Software-Plattform für Großkonzerne
Die erweiterte Kooperation mit PwC konzentriert sich auf drei strategische Kernfelder: die Skalierung von KI-Anwendungen in Großunternehmen, die operative Begleitung von Unternehmenstransaktionen sowie die Modernisierung von ERP-Landschaften.
Im Zentrum steht eine gemeinsam entwickelte IT-Transaktionsplattform, die auf Palantirs Foundry und der Artificial Intelligence Platform (AIP) basiert. Durch den Einsatz dieser Software sollen Unternehmen M&A-Prozesse um bis zu 50 Prozent schneller abwickeln und einmalige Transaktionskosten um bis zu 45 Prozent senken können.
Zugleich soll die Zusammenarbeit die Einführung von Unternehmenssoftware erleichtern, indem Palantir-Lösungen für die automatisierte Datenaufbereitung mit der Beratungsexpertise von PwC kombiniert werden. Zu den Zielanwendungen zählen vor allem globale Lieferketten, das Risikomanagement sowie die Planung großer Investitionsprojekte.
US-Geschäft treibt das Wachstum
Der Schulterschluss mit Vertriebspartnern gewinnt für Palantir zunehmend an Bedeutung, um die starke Dynamik im kommerziellen Sektor aufrechtzuerhalten. Im zweiten Quartal 2026 kletterte der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 93 Prozent auf den Rekordwert von 1,935 Milliarden US-Dollar.
Haupttreiber war der Heimatmarkt: Die Erlöse mit US-Gewerbekunden schossen um 149 Prozent in die Höhe und machten zusammen mit den US-Behördenverträgen 81 Prozent des gesamten Geschäfts aus.
Auch der Auftragseingang untermauert die Nachfrage nach den Integrationsplattformen. Der gesamte verbleibende Vertragswert des Konzerns legte zum Quartalsende im Vorjahresvergleich um 83 Prozent auf 13,1 Milliarden US-Dollar zu. Das internationale Geschäft wuchs dagegen mit 33,5 Prozent deutlich verhaltener, weshalb der Ausbau über globale Beratungshäuser wie PwC eine wichtige Brücke in weltweite Unternehmensstrukturen bilden soll.
Wall Street uneins über Bewertungsniveau
An der Wall Street sorgt die fundamentale Entwicklung für geteilte Meinungen. Nach Einschätzung des Instituts steht der weltweite Investitionszyklus für KI-Infrastruktur erst am Anfang. Noch optimistischer zeigt sich die Bank of America, deren Analystin Mariana Perez Mora ein Kursziel von 255 US-Dollar ausgibt.
Vorsichtigere Beobachter verweisen hingegen auf die sportliche Bewertung des Softwarekonzerns. Morgan Stanley stuft das Papier mit „Hold“ und einem Kursziel von 205 US-Dollar ein und mahnt, dass manche Großkunden angesichts des Preisniveaus zögern könnten.
Vor gut drei Wochen hatte zudem der bekannte Investor Michael Burry seine Short-Wette über Put-Optionen gegen das Papier bekräftigt, da er den fairen Wert des Unternehmens als deutlich niedriger ansieht.
Mit einem Abstand von minus 12 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bleibt das Papier an der Börse trotz der Wachstumsraten ein Schauplatz intensiver Debatten zwischen Wachstumsoptimisten und Bewertungsskeptikern.
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