PASQAL, HOLDING

PASQAL HOLDING Aktie: Umsatzsprung bei Quantencomputing

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 15:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Pasqal steigerte den Halbjahresumsatz um 14 Prozent; Serviceerlöse und Auftragsbestand legten ebenfalls zu.

Pasqal Holding: Halbjahresumsatz steigt, Auftragsbestand erreicht 70,4 Millionen Euro
Abstrakte Darstellung eines Quantencomputers in einem modernen Labor mit futuristischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Erstmals seit dem Nasdaq-Listing legt Pasqal Zahlen vor — und die zeigen ein Unternehmen im Übergang vom Forschungsprojekt zum kommerziellen Anbieter.

Der Spezialist für neutrale-Atom-Quantencomputer meldet für das erste Halbjahr 2026 einen Umsatz von 4,9 Millionen Euro, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders das Servicegeschäft rund um die eigenen Quantenprozessoren zieht an: Hier wuchsen die Erlöse um 34 Prozent auf 3,9 Millionen Euro.

Der Auftragsbestand aus Zuschüssen, Steuergutschriften und Mehrjahresverträgen mit Kunden summiert sich zum Stichtag 30. Juni auf 70,4 Millionen Euro. Das ist die Zahl, die zeigt, wie viel Geschäft bereits vertraglich gesichert ist, auch wenn es sich erst über die kommenden Jahre in Umsatz übersetzt.

Verlust wächst mit dem Börsengang

Der operative Verlust kletterte auf 59,2 Millionen Euro, nach 19,8 Millionen Euro im Vorjahreshalbjahr. Der Sprung erklärt sich größtenteils durch Einmaleffekte: 27,3 Millionen Euro entfielen auf aktienbasierte Vergütungen, weitere 10,2 Millionen Euro auf Transaktionskosten im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit der Mantelgesellschaft Bleichroeder Acquisition Corp. II und dem anschließenden Listingprozess. Ohne diese Sondereffekte wäre der operative Verlust deutlich moderater ausgefallen.

Finanziell steht Pasqal nach eigenen Angaben komfortabel da. Zum Halbjahresstichtag lagen die liquiden Mittel bei 110,8 Millionen Euro, nach Abschluss der Finanzierungstransaktionen rund um den Nasdaq-Börsengang Ende August stieg die Kassenposition auf rund 312,9 Millionen Euro. Das verschafft dem Unternehmen einen finanziellen Puffer, um die kapitalintensive Entwicklungsphase der Quantentechnologie zu überstehen.

Kundenliste wird prominenter

Operativ kann Pasqal auf eine wachsende Reihe kommerzieller Partnerschaften verweisen. Zu den genannten Kunden und Kooperationspartnern zählen Nvidia, Google, Saudi Aramco und die Crédit Agricole CIB.

In Saudi-Arabien ging nach Unternehmensangaben der erste Quantencomputer des Landes in Betrieb, in Italien wurde ein System mit 140 Qubits an den Supercomputer Leonardo angebunden. Auf der technischen Seite meldet das Unternehmen den Betrieb von Registern mit 1.024 Atomen — doppelt so viele wie beim vorherigen Bestwert.

Die Kombination aus wachsendem Auftragsbestand, technischen Fortschritten und einer soliden Kassenlage nach dem Börsengang liefert die Argumente, mit denen Pasqal seine Position im noch jungen Markt für praktische Quantencomputing-Anwendungen untermauern will. Ob sich das Wachstumstempo bei den Serviceerlösen in den kommenden Quartalen fortsetzt, dürfte sich an der Umsetzung der bereits gebuchten 70,4 Millionen Euro an Aufträgen zeigen.

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