Pentixapharm, Aktie

Pentixapharm Aktie: Eckert kauft für 7,33 Millionen

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 03:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Pentixapharm erhält 7,33 Mio. Euro durch Insider-Kauf. Die Kapitalerhöhung sichert die Finanzierung bis 2028, während die Halbjahreszahlen Verluste zeigen.

Pentixapharm: Aufsichtsrat investiert Millionen in Aktien nach Kapitalerhöhung
Moderne wissenschaftliche Laborausstattung in einem professionellen pharmazeutischen Forschungsumfeld. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Pentixapharm Holding AG verzeichnete in den vergangenen Tagen bedeutende Kapitalzuflüsse durch Insider sowie eine erfolgreiche Refinanzierung. Wie aus einer Mitteilung der Deutschen Börse hervorgeht, hat die Eckert Wagniskapital und Frühphasenfinanzierung GmbH am Montag Aktien im Gesamtwert von über 7,33 Millionen Euro erworben.

Hinter der Beteiligungsgesellschaft steht Andreas Eckert, ein Mitglied des Aufsichtsrats des Unternehmens. Der Erwerb der Papiere erfolgte zu einem Preis von 1,85 Euro je Aktie im Rahmen der Ausübung von Bezugsrechten.

Aufsichtsrat investiert Millionenbetrag

Dieser massive Aktienkauf folgt unmittelbar auf eine im Juli abgeschlossene Kapitalerhöhung. Das Unternehmen konnte dabei insgesamt rund 11,02 Millionen neue Aktien am Markt platzieren. Der Nettoemissionserlös belief sich nach Unternehmensangaben auf circa 19,65 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln sieht sich die Konzernführung finanziell gut gerüstet: Der Geschäftsbetrieb sei durch die frische Liquidität bis in das Jahr 2028 hinein abgesichert.

An der Börse notierte das Papier gestern zum Handelsschluss bei 1,86 Euro. Trotz einer volatilen Phase in den letzten Wochen weist der Wert seit Jahresbeginn ein deutliches Kursplus von 25 Prozent auf. Damit bewegt sich die Aktie derzeit jedoch rund 9,8 Prozent unter ihrem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage.

Halbjahreszahlen und finanzielle Prognose

Anfang August legte Pentixapharm zudem die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 vor. Das Unternehmen, das sich auf die Entwicklung radiopharmazeutischer Produkte konzentriert, erzielte in den ersten sechs Monaten einen Umsatz von 0 Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 38.000 Euro zu Buche standen.

Der operative Verlust (EBITDA) verbesserte sich hingegen leicht auf minus 4,8 Millionen Euro, verglichen mit minus 6,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Der Periodenfehlbetrag sank von 8,4 Millionen auf 6,9 Millionen Euro.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 bestätigt das Management seine bisherige Finanzprognose. Erwartet wird ein Fehlbetrag in der Größenordnung von 21,6 Millionen Euro.

Parallel dazu prüft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) derzeit im Rahmen einer regulären Bilanzkontrolle den Konzernabschluss für das Jahr 2024. Pentixapharm gab hierzu bekannt, dass keine Korrekturen erwartet werden, die wesentliche Auswirkungen auf die Liquiditätssituation haben könnten.

Studienprotokoll für PANDA-Programm erweitert

Im operativen Bereich fokussiert sich das Unternehmen auf die klinische Entwicklung. Für die Phase-3-Studie PANDA, die das Diagnosemittel [??Ga]Ga-PentixaFor untersucht, wurde das Studienprotokoll angepasst.

Um die statistische Belastbarkeit der Ergebnisse zu erhöhen, wurde die geplante Patientenzahl von ursprünglich 270 auf nun etwa 325 Probanden angehoben. Medienberichten zufolge soll die Rekrutierung der Patienten weiterhin planmäßig in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen.

Einen wichtigen regulatorischen Meilenstein erreichte das Programm bereits im Juli: Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte dem PANDA-Programm den Fast-Track-Status. Diese Einstufung soll die Entwicklung und Prüfung von Medikamenten beschleunigen, die zur Behandlung schwerwiegender Erkrankungen vorgesehen sind.

Auch personell gab es zuletzt Veränderungen. Bereits zum 30. Juni schied der Vorstand Henner Kollenberg aus dem Unternehmen aus. Seine Aufgaben im Bereich des operativen Geschäfts (COO) übernahm Erik Merten, der zusätzlich weiterhin als Technologievorstand (CTO) fungiert.

Die Analysten von BankM bewerteten die Lage des Unternehmens am 10. August positiv. Dr. Roger Becker bestätigte in seiner Analyse die Einstufung auf "Kaufen" und nannte ein Kursziel von 11,33 Euro auf Sicht von zwölf Monaten.

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