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Perpetua Resources Aktie: Wolfram fehlt im Minenplan

Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 13:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zusätzliche Wolframfunde liegen außerhalb des genehmigten Minenplans und könnten weitere Prüfungen sowie Genehmigungen erfordern.

Perpetua Resources erweitert Bohrungen und entdeckt Wolfram in Idaho
Weite, zerklüftete Tagebaulandschaft in der goldenen Stunde mit Fokus auf mineralhaltige Gesteinsstrukturen. Illustration mit AI erstellt.

Perpetua Resources führt die Bohrarbeiten auf seinem Stibnite-Projekt im US-Bundesstaat Idaho über den ursprünglich geplanten Rahmen hinaus fort. Die Kampagne soll bis in den Herbst hinein fortgesetzt werden.

Neben den erwarteten Vorkommen von Gold und Antimon stießen die Bohrungen dabei auch auf Wolfram. Die Ausweitung der Erkundung wirft an den Finanzmärkten nun neue Fragen zu Projektumfang und Kostenentwicklung auf.

Zusätzliche Funde außerhalb des Minenplans

Das Stibnite-Projekt verfügt für seinen bislang genehmigten Rahmen über eine Bundesgenehmigung. Vorbereitende Arbeiten für den Minenbau und die Explorationsbohrungen laufen derzeit parallel vor Ort.

Die neu gemeldeten Wolfram-Funde stellen das Unternehmen jedoch vor zusätzliche Aufgaben: Wolfram ist im bestehenden Minenplan nicht enthalten. Eine wirtschaftliche Erschließung und Förderung dieses Metalls würde weitergehende technische Prüfungen sowie zusätzliche behördliche Genehmigungen erfordern.

Am Markt stieß die Ausweitung des Bohrprogramms auf gemischte Reaktionen. Während die geologische Erkundung das Rohstoffpotenzial des Areals untermauert, sorgen sich Anleger vor möglichen Verzögerungen und steigenden Investitionsausgaben. Das Explorationsunternehmen erwirtschaftet noch keine operativen Umsätze und verzeichnet einen anhaltenden Mittelabfluss.

Die Aktie notiert aktuell bei 18,12 Euro und liegt damit rund 44 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 32,10 Euro. Nach einem schwächeren Spätsommer versucht das Papier damit eine Stabilisierung.

Strategische Bedeutung und Finanzierungsfragen

Antimon gilt in den USA als kritisches Mineral mit hoher Relevanz für die Verteidigungs- und Rüstungsindustrie. Ende Juli nahm Perpetua Resources gemeinsam mit der US Army und dem Idaho National Laboratory eine modulare Pilotanlage in Idaho in Betrieb. Die Anlage soll Proben aus dem Stibnite-Projekt verarbeiten, um die Herstellung von hochreinem Antimontrisulfid in Militärqualität im Inland zu demonstrieren.

Neben der geringen Verschuldung stützt die Aussicht auf eine staatlich geförderte Finanzierung in Milliardenhöhe die langfristigen Pläne des Unternehmens. Analysten betonen jedoch weiterhin Projektrisiken rund um den Zeitplan für ausstehende Genehmigungen und die Umsetzung der Bauphase. Mit der Ausweitung der Bohrkampagne bleibt die genaue Dimensionierung der künftigen Mine in Idaho vorerst in Bewegung.

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