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Phillips 66: BMO hebt Kursziel auf 310 Dollar

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 21:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

BMO Capital erhöht das Phillips-66-Kursziel auf 310 US-Dollar. Hohe Raffineriemargen stützen die Gewinnperspektiven vor dem Q3-Bericht.

Fotorealistische Raffinerie-Anlage mit Destillationstürmen und Tanks bei dramatischem Abendhimmel
Phillips 66 (US7185461040) betreibt moderne Raffinerie-Anlagen mit Türmen und Tanks bei Sonnenuntergang heute Illustration mit AI erstellt.

Das Analysehaus BMO Capital traut der Aktie des US-Raffinerie- und Logistikkonzerns Phillips 66 weitere Kursgewinne zu. Analyst Phillip Jungwirth hob das Kursziel für das Papier von 260 auf 310 US-Dollar an und bestätigte zugleich die Einstufung mit „Outperform“. Getragen wird der Optimismus von einem vorteilhaften Marktumfeld für Raffineriebetreiber, die von hohen Margen bei der Kraftstoffverarbeitung profitieren.

Der US-Downstream-Sektor erlebt derzeit kräftigen Rückenwind. Gestiegene Rohölpreise und Versorgungsengpässe bei Raffinerieprodukten haben die Verarbeitungsspannen, insbesondere die sogenannten Crack Spreads für Diesel, spürbar nach oben getrieben. Für Phillips 66 schlägt sich diese operative Stärke direkt in den Ertragserwartungen nieder: Die Gewinnschätzungen am Markt wurden in den vergangenen zwei Monaten deutlich nach oben korrigiert.

Starke Quartalszahlen und Termin für Q3-Bericht

Die Zuversicht der Analysten knüpft an das zweite Quartal an, in dem Phillips 66 die Markterwartungen klar übertroffen hatte. Der Konzern erwirtschaftete einen Gewinn je Aktie von 9,41 US-Dollar, während Analysten im Schnitt lediglich mit 7,50 US-Dollar gerechnet hatten. Der Quartalsumsatz belief sich auf 52,04 Milliarden US-Dollar.

Investoren blicken nun auf die Fortsetzung dieser Dynamik. Phillips 66 hat den Termin für die anstehenden Geschäftszahlen festgelegt: Das Unternehmen wird die Ergebnisse für das dritte Quartal am 28. Oktober 2026 vorlegen. Am selben Tag wird das Management die Zahlen in einem Webcast für Investoren und Analysten erläutern.

Gewinnmitnahmen in der Führungsebene

Auf dem aktuellen Bewertungsniveau kommt es zugleich zu Umschichtungen in der Unternehmensführung. Executive Vice President Brian Mandell trennte sich am Mittwoch von 23.400 Aktien des Unternehmens zu einem Durchschnittspreis von 265,06 US-Dollar, was einem Transaktionsvolumen von rund 6,2 Millionen US-Dollar entspricht. Nach dem Verkauf hält Mandell weiterhin 61.595 Aktien an dem Raffineriekonzern.

An der Börse reflektiert die Bewertung die starke operative Phase: Im deutschen Handel notiert das Papier heute bei 237,90 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Plus von 117 Prozent.

Mit einem 52-Wochen-Hoch von 241,30 Euro bewegt sich der Titel weiterhin in unmittelbarer Nähe seines Höchststands. Für Anleger wird der Bericht Ende Oktober der entscheidende Gradmesser dafür sein, ob die Verarbeitungsmargen das erhöhte Kursniveau fundamental dauerhaft rechtfertigen.

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