Porsche AG Aktie: Leiters weist 4.000 Jobabbau zurĂŒck
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 15:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Sportwagenhersteller Porsche stellt sich Spekulationen ĂŒber eine drastische VerschĂ€rfung seines Sparkurses entgegen. Vorstandschef Michael Leiters wies Berichte ĂŒber einen zusĂ€tzlichen Abbau von 4.000 ArbeitsplĂ€tzen zurĂŒck. Die Aktie reagierte am heutigen Handelstag dennoch mit Kursverlusten und notiert bei 44,70 Euro, was einem Minus von 3,4 Prozent entspricht.
Vorgaben aus Wolfsburg zurĂŒckgewiesen
Auslöser der Unruhe war ein Bericht des Handelsblatts ĂŒber interne Planspiele im Aufsichtsrat der Konzernmutter Volkswagen. Dort war von einem möglichen Abbau weiterer 4.000 Stellen bei der Stuttgarter Tochter die Rede. Leiters stellte in einer Mitteilung an die Belegschaft klar, dass eine solche Ausweitung nicht geplant sei. Der Restrukturierungsplan sei vom Porsche-Aufsichtsrat genehmigt worden und man erwarte daran keine Ănderungen.
Das Ende Juli mit dem Betriebsrat vereinbarte Zukunftspaket sieht vor, bis zum Jahr 2035 insgesamt 5.000 ArbeitsplÀtze sozialvertrÀglich abzubauen. Porsche betonte, diese Zahl gelte verbindlich. Bereits im Vorjahr hatte sich das Unternehmen von 3.900 BeschÀftigten getrennt, hinzu kamen 500 Stellen bei geschlossenen Tochtergesellschaften.
Die GerĂŒchte ĂŒber zusĂ€tzliche Einschnitte trafen die Belegschaft in einer ohnehin angespannten Phase. Der Volkswagen-Konzern hatte am Freitag eine Gewinnwarnung herausgegeben. Ausschlaggebend dafĂŒr war eine Wertberichtigung von mehr als sechs Milliarden Euro auf die Beteiligung an Porsche.
Belastungen im Ausland und Ausblick
Das operative GeschĂ€ft leidet unter verĂ€nderten Rahmenbedingungen auf den SchlĂŒsselmĂ€rkten. Vor allem ein deutlicher Absatzeinbruch in China sowie gestiegene Importzölle in den USA belasteten die Ertragskraft in den vergangenen Monaten spĂŒrbar.
Trotz dieses Gegenwinds bekrĂ€ftigte Leiters die bestehenden Jahresziele. Der Vorstand erwartet fĂŒr das Gesamtjahr unverĂ€ndert einen Umsatz zwischen 35 Milliarden und 36 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte Porsche Erlöse von 36,3 Milliarden Euro erzielt.
Die operative Rendite soll zwischen 5,5 und 7,5 Prozent liegen, nachdem im Vorjahr lediglich 1,1 Prozent erreicht wurden. Mittelfristig peilt das Management wieder eine zweistellige Marge an, die bei einer Marktbelebung bis zu 15 Prozent erreichen soll.
Klarheit ĂŒber die kĂŒnftige Ausrichtung soll der anstehende Kapitalmarkttag bringen. Am 7. Oktober will Leiters den Investoren seine aktualisierte Strategie prĂ€sentieren.
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