Posco Aktie: 2,5 Billionen KRW durch Anteilsverkäufe
Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 08:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
POSCO Holdings setzt ein deutliches Zeichen für seine künftige Ausrichtung und generiert massives Kapital für den Ausbau seiner Kernbereiche. Durch den Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen mobilisiert der südkoreanische Konzern rund 2,5 Billionen KRW (Südkoreanische Won). Am Freitag reagierte der Markt positiv auf die jüngsten Entwicklungen, die Aktie legte um 2,6 % zu.
Milliardenerlöse durch gezielte Anteilsverkäufe
Der Vorstand von POSCO Holdings hat am 7. August den Verkauf von Beteiligungen an POSCO International und POSCO DX beschlossen. Die Transaktion umfasst ein Volumen von insgesamt 2,5 Billionen KRW und wird über dreijährige Price Return Swaps abgewickelt.
Konkret sinkt der Anteil an POSCO International auf 50 %, während die Beteiligung an POSCO DX ebenfalls auf diesen Wert reduziert wird. Trotz dieser Abgaben bleibt die Holding der jeweils größte Anteilseigner der betroffenen Unternehmen.
Dieser Schritt folgt dem strategischen Ziel des Managements, die Eigentumsverhältnisse an börsennotierten Tochtergesellschaften bis Ende 2027 auf rund 50 % zu optimieren. Die dadurch freiwerdenden Mittel sollen die sogenannte „Triple Core“-Strategie finanzieren. Dabei konzentriert sich der Konzern auf die drei Säulen Stahl, Batteriematerialien sowie Energie. Die Abwicklung der aktuellen Anteilsverkäufe ist für den 7. September vorgesehen.
Massive Investitionen in Stahl und Zukunftsmärkte
Parallel zu den Desinvestitionen treibt POSCO Holdings einen ehrgeizigen Investitionsplan voran. Für den Zeitraum von 2026 bis 2028 sieht der neue „Value-Up Plan“ Gesamtausgaben von 29,1 Billionen KRW vor. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem internationalen Stahlgeschäft, für das rund 23 % der Mittel reserviert sind. Hier stehen insbesondere die Wachstumsmärkte in Indien, den USA und Indonesien im Fokus des Interesses.
In Indonesien plant der Konzern Medienberichten zufolge eine Investition von 4 Milliarden US-Dollar für die zweite Ausbauphase des Joint Ventures Krakatau POSCO. Ziel ist es, die Produktionskapazität von der Roheisengewinnung bis hin zu fertigen Automobil-Stahlplatten vollständig zu integrieren. Bis zum Jahr 2031 strebt das Unternehmen eine Verdopplung der Übersee-Rohstahlkapazität auf 10 Millionen Tonnen an.
Solide Quartalszahlen und attraktive Dividende
Die finanzielle Basis für diesen Umbau bilden die Ergebnisse aus dem operativen Geschäft. Für das zweite Quartal 2026 meldete POSCO Holdings einen konsolidierten Umsatz von 19,259 Billionen KRW. Der Nettogewinn belief sich auf 761 Milliarden KRW.
POSCO International trug dabei mit einem Rekord-Quartalsergebnis im Bereich Energie und Rohstoffe wesentlich zum Erfolg bei. Auch im Segment der Lithium-Lösungen zeigten sich Verbesserungen durch gestiegene Verkaufsmengen und ein höheres Preisniveau.
Anleger profitieren zudem direkt von der Kapitalallokation des Konzerns. Der Vorstand genehmigte für das zweite Quartal eine Bardividende von 2.000 KRW je Aktie. Die Ausschüttung an die Aktionäre ist für den 7. September geplant, wobei der 24. August als Stichtag für den Dividendenanspruch festgelegt wurde. Das Papier notierte am Freitag bei 334.000,00 KRW und liegt damit derzeit 1,7 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt.
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