Primary Health Properties Aktie: Mietziel übertroffen
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 21:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Primary Health Properties hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 das eigene Mietwachstumsziel übertroffen und meldet Fortschritte beim Schuldenabbau.
Durch 480 Mietüberprüfungen sicherte sich der auf Gesundheitsimmobilien spezialisierte Konzern zusätzliche Mieteinnahmen von 5,8 Millionen Pfund. Dies entspricht einem Plus von 6,1 Prozent gegenüber dem bisherigen Mietniveau von 96 Millionen Pfund. Annualisiert lag das Wachstum bei 3,1 Prozent und damit leicht über der Zielmarke von mehr als 3,0 Prozent.
Am Markt stieß das Zwischenfazit auf ein positives Echo: Die Aktie legte heute um 2,8 Prozent auf 1,11 Euro zu.
Irland und Privatkliniken treiben Erträge
Das Mietwachstum stützte sich auf mehrere Segmente des Portfolios. Während der Bereich Primary Care in Großbritannien um 2,8 Prozent zulegte, verzeichneten die privaten Krankenhäuser sowie die irischen Gesundheitsimmobilien jeweils ein Erlösplus von 3,7 Prozent. Das Gesamtportfolio des Unternehmens erreicht nach dem Zusammenschluss mit Assura inzwischen einen Wert von rund 6 Milliarden Pfund.
Zugleich teilte das Unternehmen mit, dass die Integration von Assura vollständig abgeschlossen sei. Die daraus resultierenden Kostensynergien erwartet das Management nun früher als ursprünglich veranschlagt. Neben dem laufenden Bestandsgeschäft befinden sich derzeit fünf Neubauprojekte in Großbritannien und Irland im Zeit- und Budgetplan. Zusätzlich starteten die Arbeiten für eine 6,5 Millionen Pfund schwere Erweiterung am Tees Valley Hospital.
Geplante Verkäufe für den Schuldenabbau
Parallel zum operativen Mietanstieg bereitet Primary Health Properties Schritte zur Entschuldung vor. Für anstehende Joint-Venture-Transaktionen wurden die finanziellen Konditionen vereinbart und die Due-Diligence-Prüfungen abgeschlossen. Die Erlöse aus den damit verbundenen Immobilienverkäufen sollen direkt zur Schuldentilgung eingesetzt werden.
Das Management hat für die Bilanz klare Vorgaben formuliert. Die Relation von Nettoschulden zum operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll unter den Faktor 9,5 sinken.
Für den Verschuldungsgrad (Loan-to-Value, LTV) strebt der Konzern eine Quote von unter 50 Prozent an. Mit dieser Kapitaldisziplin flankiert der Konzern auch seine Ausschüttungspolitik: Primary Health Properties weist seit nunmehr 30 Jahren eine kontinuierliche Steigerung der Dividende auf.
Jefferies bestätigt Kaufempfehlung
Auf Analystenseite sorgten die Neunmonatsdaten für Zustimmung. Das Analysehaus Jefferies bestätigte am heutigen Donnerstag seine Einstufung mit „Buy“ und setzte das Kursziel bei 118 Pence fest. Der breitere Analystenkonsens steht bei einer Einstufung von „Moderate Buy“, getragen von vier Kaufempfehlungen und einem Haltevotum, bei einem durchschnittlichen Kursziel von 115,20 Pence.
Mit dem aktuellen Kursanstieg notiert das Papier an den europäischen Handelsplätzen nur noch knapp unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 1,12 Euro. Die Kombination aus indexierten oder überprüften Mieteinnahmen, planmäßigen Bauprojekten und den bevorstehenden Erlösen aus Joint Ventures stützt den Kurs nach einer Phase marktweiter Zinsbelastungen für Gewerbeimmobilien.
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