Priority Aktie: Priore will Unternehmen übernehmen
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 17:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Konsortium um Thomas Priore will das US-Finanztechnologieunternehmen Priority Technology Holdings vollständig übernehmen und von der Börse nehmen. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, bietet die Investorengruppe den Aktionären 8,05 US-Dollar je Aktie in bar.
Auf Basis dieser Offerte wird Priority mit einem Unternehmenswert von rund 1,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Anleger reagieren mit deutlichen Zukäufen auf die Übernahmevereinbarung: Im heutigen Handel klettert der Kurs um 31 Prozent auf 6,70 Euro.
Barofferte mit deutlichem Aufschlag
Angeführt wird die Käufergruppe von Thomas Priore selbst, der bei Priority als Chairman und CEO fungiert. Das Angebot umfasst sämtliche Anteilsscheine, die sich noch nicht im Besitz der Investorengruppe befinden.
Finanzielle Rückendeckung erhält Priore unter anderem von Fonds, die von Searchlight Capital Partners beraten werden und Eigenkapitalzusagen beisteuern. Nach Unternehmensangaben steht die vereinbarte Transaktion unter keinem Finanzierungsvorbehalt.
Der gebotene Barpreis von 8,05 US-Dollar beinhaltet eine Prämie von 38 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag, dem 18. September. Durch den heutigen Kurssprung markiert das Papier mit 6,70 Euro zugleich ein neues 52-Wochen-Hoch.
Zustimmung im Gremium und vertragliche Absicherung
Ein eigens eingerichteter Sonderausschuss aus unabhängigen Mitgliedern des Verwaltungsrats hat die Offerte geprüft und den Aktionären einstimmig zur Annahme empfohlen. Im Anschluss hat auch das gesamte Board von Priority der Übernahmevereinbarung zugestimmt.
Für den Fall eines Scheiterns der Transaktion haben die Parteien feste Entschädigungssummen vereinbart. Laut Reuters ist eine Kündigungsgebühr in Höhe von 15,75 Millionen US-Dollar vorgesehen, sollte Priority die Vereinbarung aufkündigen. Macht hingegen die Käufergruppe einen Rückzieher, wird eine umgekehrte Ausfallgebühr von 35,25 Millionen US-Dollar fällig.
Geplantes Delisting an der Nasdaq
Bis zum endgültigen Vollzug der Vereinbarung stehen noch formelle Hürden an. Neben den üblichen behördlichen Freigaben bedarf es der Zustimmung einer Mehrheit derjenigen Aktionäre, die nicht mit der Investorengruppe um Priore verbunden sind.
Die Beteiligten rechnen mit dem Abschluss der Übernahme im ersten Halbjahr 2027. Nach dem Vollzug soll Priority vollständig in private Hände übergehen. Infolgedessen werden die Stammaktien des Zahlungsdienstleisters nicht mehr an der Nasdaq gehandelt.
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