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PSI Software Aktie: 32,7% Auftragsplus im Q2

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 12:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

PSI Software steigert Halbjahresumsatz um 4,1 Prozent, während die Transformation zu Cloud-Lösungen das Ergebnis belastet. Die Übernahme durch Warburg Pincus ist weit fortgeschritten.

PSI Software: Umsatzplus im ersten Halbjahr, Übernahme durch Warburg Pincus schreitet voran
Abstrakte Darstellung moderner Software-Technologie und industrieller Effizienz durch leuchtende Datenströme. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die PSI Software SE hat in der ersten Jahreshälfte 2026 ein moderates Umsatzwachstum erzielt, während die Kosten für die laufende Umstellung des Geschäftsmodells das Ergebnis belasten.

Wie das Unternehmen Ende Juli mitteilte, kletterten die Erlöse in den ersten sechs Monaten um 4,1 Prozent auf 138,4 Millionen Euro. Am heutigen Mittwoch notiert die Aktie bei 44,80 € und damit weiterhin in der Nähe des von Warburg Pincus unterbreiteten Übernahmeangebots.

Zweites Quartal liefert deutliche Wachstumsimpulse

Besonders das zweite Quartal zeigte eine dynamische Entwicklung. Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum um 10,7 Prozent auf 71,9 Millionen Euro. Noch deutlicher fiel das Plus beim Auftragseingang aus, der im zweiten Quartal um 32,7 Prozent auf 69 Millionen Euro zulegte.

Trotz dieser operativen Fortschritte bleibt die Profitabilität des Softwareherstellers gefordert. Das Ergebnis wird maßgeblich durch Aufwendungen für die Transformation hin zu Cloud- und SaaS-Lösungen (Software as a Service) sowie durch Einmaleffekte beeinflusst.

Auf Jahressicht konnte das Papier jedoch massiv profitieren und verzeichnet ein Plus von 71,65 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt vor allem die Übernahmeaktivitäten der vergangenen Monate wider. Nachdem PSI Software und der Investor Warburg Pincus bereits Anfang Juli alle regulatorischen Freigaben für das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot erhalten hatten, gilt der Vollzug der Transaktion als weit fortgeschritten.

Kapitalerhöhung festigt Mehrheitsverhältnisse

Parallel zur operativen Entwicklung hat PSI Software Mitte Juli eine Barkapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden 644.444 neue Aktien zu einem Bezugspreis von 45,00 Euro je Stück ausgegeben. Der daraus resultierende Bruttoemissionserlös von rund 29 Millionen Euro soll die finanzielle Basis des Unternehmens für die weitere Transformation stärken.

Die neuen Anteile wurden vollständig von der Zest BidCo GmbH gezeichnet, einer Investmentgesellschaft von Warburg Pincus. Durch diese Maßnahme erhöhte sich die Beteiligung des Investors von zuvor 82,3 Prozent auf rund 83 Prozent des Grundkapitals.

Infolge der Kapitalmaßnahme stieg das Grundkapital der Gesellschaft auf über 41,8 Millionen Euro an. Medienberichten zufolge beläuft sich die Gesamtzahl der Stimmrechte nach der Wirksamkeit der Erhöhung auf nunmehr 16.341.810.

Konsolidierung im Aktionärskreis und Analystenblick

Im Zuge der Übernahme durch Warburg Pincus kam es zu erheblichen Verschiebungen in der Aktionärsstruktur. Institutionelle Anleger wie die LBBW Asset Management und die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte haben ihre Beteiligungen, die zuvor jeweils bei rund fünf Prozent lagen, vollständig veräußert.

Gleichzeitig wurde die Beteiligungssituation rund um den Partner E.ON präzisiert. Ein Konsortium, dem neben Warburg Pincus auch die E.ON Verwaltungs GmbH angehört, kontrolliert demnach rund 76,56 Prozent der Stimmrechte.

Mit Blick auf die aktuelle Bewertung sieht Analyst Thorsten Renner von GSC Research wenig Spielraum für kurzfristige Kursgewinne über das Übernahmeniveau hinaus. In einer Analyse vom 28. Juli bestätigte er das Kursziel von 45,00 Euro und beließ die Einstufung auf „Halten“.

Da Warburg Pincus bereits den Plan gefasst hat, ein Delisting der PSI-Aktie einzuleiten, sobald dies rechtlich und praktisch möglich ist, orientiert sich der Marktpreis eng an der Barofferte von 45,00 Euro. Im heutigen Handel gab der Kurs leicht um 0,22 Prozent nach.

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