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PureTech Health Aktie: Bühne in Barcelona

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 13:29 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Celea Therapeutics stellt auf dem ERS-Kongress das Design der Phase-3-Studie SURPASS-IPF vor und präsentiert Daten zur Kombinationstherapie mit Nintedanib.

PureTech-Tochter Celea präsentiert IPF-Studiendaten in Barcelona
Moderne, minimalistische Laborumgebung als Symbol für biotechnologische Innovation und den Gesundheitssektor. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Zwei Fachvorträge, ein Kongress, eine zentrale Frage: Kann deupirfenidone zum neuen Standard bei idiopathischer Lungenfibrose werden? Die von PureTech gegründete Tochter Celea Therapeutics bringt ihre Phase-3-Story im September vor ein internationales Fachpublikum.

Auf dem Kongress der European Respiratory Society in Barcelona, der vom 5. bis 9. September stattfindet, präsentiert Celea Details zur Studie SURPASS-IPF. Es handelt sich um die erste industriegesponserte Phase-3-Kopf-an-Kopf-Studie bei idiopathischer Lungenfibrose überhaupt.

Verglichen werden 825 Milligramm deupirfenidone dreimal täglich gegen 801 Milligramm pirfenidone in derselben Dosierfrequenz, an rund 1.100 erwachsenen Patienten. Primärer Endpunkt ist die Veränderung der forcierten Vitalkapazität nach 52 Wochen gegenüber dem Ausgangswert.

Zwei Termine, ein Ziel

Vincent Cottin vom Louis-Pradel-Krankenhaus in Lyon stellt das Studiendesign am 6. September vor. Einen Tag später präsentiert Philip Molyneaux vom Imperial College London Daten aus einer Phase-1-Interaktionsstudie: Sie untersucht die gleichzeitige Gabe von deupirfenidone und dem bereits zugelassenen Wirkstoff nintedanib.

Das Ergebnis laut Celea: klinisch relevante Wechselwirkungen zwischen beiden Substanzen gelten als unwahrscheinlich. Das wäre ein Signal für Ärzte, die Kombinationstherapien in Betracht ziehen.

Deupirfenidone ist eine deuterierte Weiterentwicklung von pirfenidone, einem der drei bislang von der FDA zugelassenen IPF-Medikamente. Beide US-Behörde und EU-Kommission haben dem Wirkstoff den Orphan-Drug-Status verliehen.

In der bereits abgeschlossenen Phase-2b-Studie ELEVATE IPF, veröffentlicht im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine, zeigte die Substanz das Potenzial, den Lungenfunktionsverlust über mindestens 26 Wochen zu stabilisieren – bei günstigem Sicherheitsprofil.

Warum das Marktumfeld eng ist

Bislang nutzt nur etwa ein Viertel der IPF-Patienten in den USA überhaupt eine antifibrotische Therapie. Der Grund: Bestehende Präparate bringen oft nur moderate Wirkung bei spürbaren Nebenwirkungen. Genau diese Lücke will Celea mit dem neuen Wirkstoff schließen – die mediane Überlebenszeit nach IPF-Diagnose liegt derzeit bei zwei bis fünf Jahren, eine Heilung existiert nicht.

Für PureTech-Aktionäre bleibt der Blick auf Celea als Werttreiber im Hub-and-Spoke-Modell des Unternehmens relevant. Die Ergebnisse aus SURPASS-IPF selbst liegen aber noch in weiter Ferne. Bis zur Auswertung des primären Endpunkts nach 52 Wochen Behandlungsdauer wird es dauern – die Barcelona-Präsentationen liefern zunächst nur das Studiendesign und ergänzende Sicherheitsdaten zur Kombinationstherapie.

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