Ralph Lauren Aktie: Asien trÀgt den Sprung
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 15:00 Uhr | Redaktion boerse-global.deRalph Lauren hat die Erwartungen im zweiten GeschĂ€ftsquartal klar ĂŒbertroffen und die Jahresprognose erneut angehoben. Im Zentrum steht ein Wachstumsmotor, der weit weg von New York sitzt: Asien.
Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 2,19 Milliarden Dollar, wÀhrungsbereinigt um 10 Prozent. Analysten hatten mit rund 2,12 Milliarden Dollar gerechnet.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 4,64 Dollar, erwartet waren etwa 4,23 Dollar. Die Aktie notierte schon vor den Zahlen im Plus, am Mittwoch hatte sie bei rund 394 Dollar geschlossen.
Asien und China ziehen das GeschÀft
In Asien wuchs der Umsatz um 28 Prozent auf 571 Millionen Dollar. In China legten die Erlöse um mehr als 35 Prozent zu, getrieben von steigenden UmsÀtzen auf vergleichbarer FlÀche und neuer Distribution. Nordamerika kam auf 6 Prozent Plus, Europa auf magere 1 Prozent. Dort sanken die UmsÀtze in den stationÀren GeschÀften auf vergleichbarer FlÀche sogar leicht, der Online-Handel wuchs dagegen zweistellig.
Weltweit stiegen die UmsÀtze im eigenen Einzelhandel auf vergleichbarer FlÀche um 10 Prozent. Die durchschnittlichen Verkaufspreise legten um 9 Prozent zu. Das deutet auf stabile Nachfrage nach Vollpreisware hin. Die krÀftigsten Impulse kamen aus dem KerngeschÀft sowie aus Damenmode, Outerwear und Handtaschen.
Margen mit Sonderfaktor
Beim Gewinn lohnt der genaue Blick. Der ausgewiesene Gewinn je Aktie sprang um 47 Prozent auf 4,87 Dollar. Dazu trugen ZollrĂŒckerstattungen bei, die die Bruttomarge nach Berichtslage auf 74,2 Prozent hievten. Bereinigt liegt sie bei 70,5 Prozent, ein Plus von 2,5 Prozentpunkten. GrĂŒnde sind höhere Preise, ein gĂŒnstigerer regionaler Mix und niedrigere Produktkosten.
Die bereinigte operative Marge verbesserte sich auf 15,7 Prozent. Das gelang trotz höherer Ausgaben fĂŒr Marketing und Wachstumsinitiativen.
Die Bilanz bleibt solide: 1,8 Milliarden Dollar LiquiditĂ€t stehen 1,2 Milliarden Dollar Schulden gegenĂŒber. Die LagerbestĂ€nde sanken um 9 Prozent. Im Quartal kaufte das Unternehmen Aktien fĂŒr rund 250 Millionen Dollar zurĂŒck. Damit sind die RĂŒckkaufplĂ€ne fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2027 mit insgesamt 500 Millionen Dollar abgeschlossen.
Prognose steigt, drittes Quartal flacht ab
FĂŒr das Gesamtjahr peilt das Management nun wĂ€hrungsbereinigt ein Umsatzplus von rund 6 bis 7 Prozent an, zuvor waren es 5 bis 6 Prozent. Die operative Marge soll sich um etwa 80 bis 100 Basispunkte verbessern.
Das Management dĂ€mpft allerdings das Tempo: Im dritten Quartal rechnet es nur mit einem Umsatzplus von etwa 3 bis 4 Prozent. Wholesale-Verschiebungen und geplante RĂŒckfĂŒhrungen im Off-Price-GeschĂ€ft bremsen. Die Marge soll um 50 bis 70 Basispunkte zulegen, obwohl im WeihnachtsgeschĂ€ft mehr Geld ins Marketing flieĂt. Ob Asien die schwĂ€chere Dynamik in Europa weiter ausgleichen kann, zeigen die Zahlen zum dritten Quartal.
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