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Reach Subsea Aktie: Gewinnsprung zündet Kursrally

Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 10:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Reach Subsea überzeugt mit Gewinnsprung und Fortschritten bei autonomer Schifffahrt. Die Aktie legt deutlich zu, während das Unternehmen die Ausgliederung von Reach Remote vorantreibt.

Reach Subsea: Starke Quartalszahlen und autonome Schiffe treiben Aktie
Ein ferngesteuerter Unterwasserroboter wird von einem modernen Offshore-Versorgungsschiff in den Ozean abgelassen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Elf Prozent plus in wenigen Stunden — Reach Subsea liefert Zahlen, die den Markt aufhorchen lassen. Der norwegische Offshore-Dienstleister hat am Dienstag Quartalszahlen vorgelegt, die sowohl operativ als auch strategisch ein deutliches Signal setzen. Die Aktie kletterte auf über sechs Dollar und bewegt sich damit klar oberhalb der Mitte ihrer Jahresspanne zwischen 4,69 und 8,37 Dollar.

Operativer Hebel zahlt sich aus

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 44 Prozent auf 988 Millionen norwegische Kronen. Bemerkenswerter ist die Gewinnentwicklung: Das EBIT mehr als verdoppelte sich auf 192 Millionen Kronen, der Nettogewinn legte um 84 Prozent auf 134 Millionen Kronen zu. Umsatz und Kosten entwickeln sich damit spürbar auseinander — ein Zeichen dafür, dass höhere Auslastung direkt in die Marge durchschlägt.

Treiber der Entwicklung war unter anderem die Charter des Schiffs Normand Jarstein, das seit Mitte Mai unter einem auf zwei plus ein Jahr angelegten Wartungsvertrag im Schwarzen Meer im Einsatz ist. Das Management stufte die dortige Tätigkeit trotz der geopolitischen Lage als risikoarm ein, da die Arbeiten in türkischen Gewässern stattfinden.

Reach Remote wird zum eigenständigen Wachstumstreiber

Im Zentrum der Präsentation stand die Fernsteuerungsplattform Reach Remote. Die beiden operativen Schiffe der Flotte kamen im Quartal auf rund 750 unbemannte Betriebstage und erhielten von der Klassifikationsgesellschaft DNV eine weltweit erstmalige Zertifizierung für autonom und ferngesteuert betriebene Schiffe. Nach Unternehmensangaben waren beide Einheiten im Quartal profitabel.

Reach Subsea treibt parallel die Ausgliederung von Reach Remote in eine eigenständige Gesellschaft voran. Berater für Recht, Finanzen und Strategie sind engagiert, mehrere Industriepartner prüfen laut Unternehmen eine Beteiligung. Einen festen Zeitplan für den Abschluss der Transaktion gibt es nicht, das Management bevorzugt jedoch industrielle gegenüber rein finanziellen Partnern.

Die Diversifizierung der Erlösbasis schreitet ebenfalls voran. Erneuerbare Energien und andere Sektoren tragen inzwischen 46 Prozent zum Konzernumsatz bei und nähern sich damit dem klassischen Öl- und Gasgeschäft an.

Bilanz zeigt zwei Gesichter

Der Auftragsbestand kletterte um 61 Prozent auf 1,85 Milliarden Kronen — ohne Optionen und mögliche Vertragsverlängerungen eingerechnet. Das ausstehende Ausschreibungsvolumen liegt bei rund neun Milliarden Kronen, davon allein 1,3 Milliarden für unbemannte Überwasserschiffe.

Die Eigenkapitalquote sank jedoch von 39,4 auf 30,4 Prozent, bedingt durch die bilanzielle Erfassung der Normand-Jarstein-Charter nach IFRS 16. Nach Verkauf des Schiffs Viking Reach, der im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden soll, erwartet das Unternehmen mehr als 200 Millionen Kronen an zusätzlicher Liquidität sowie einen Buchgewinn von etwa 65 Millionen Kronen.

Für das dritte Quartal gab das Management keine formelle Prognose ab. Der Fertigstellungstermin des Neubaus Viking Vigor verschob sich von ursprünglich Q2 auf das vierte Quartal 2026, während der Bau der beiden weiteren Reach-Remote-Einheiten planmäßig verläuft.

Reach Remote 2 soll bis zum Jahreswechsel 2027 in Australien ausgelastet bleiben, als nächste geografische Expansionsziele nannte das Unternehmen Brasilien und weitere amerikanische Märkte.

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