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Redcare Pharmacy Aktie: 5,14-Prozent-Abverkauf auf 61,80 Euro

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 19:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz 20 Prozent Umsatzplus und verbesserter Marge fÀllt die Redcare-Aktie. Analysten sehen saisonale Risiken und fehlende Impulse im Rx-GeschÀft.

Redcare Pharmacy: Kursrutsch trotz Rekordumsatz im zweiten Quartal
Abstrakte Darstellung eines modernen pharmazeutischen Logistikzentrums mit kĂŒhler, professioneller Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Redcare Pharmacy liefert starke Wachstumszahlen, aber an der Börse herrscht Katerstimmung. Die Aktie gab zuletzt um 5,14 Prozent nach und notiert bei 61,80 Euro. Anleger nutzen die guten Nachrichten offenbar fĂŒr Gewinnmitnahmen nach einer monatelangen Rallye.

Umsatzmotor lÀuft auf Hochtouren

Im zweiten Quartal steigerte der Konzern den Umsatz um 20 Prozent auf 853 Millionen Euro. Damit beschleunigte sich das Wachstum im Vergleich zum Jahresauftakt leicht.

Auf Jahressicht kletterten die Erlöse im ersten Halbjahr insgesamt um 19 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Parallel dazu verbesserte sich die ProfitabilitÀt deutlich. Das bereinigte EBITDA stieg in den ersten sechs Monaten um 62 Prozent auf 44 Millionen Euro.

Die Marge erreichte damit einen Wert von 2,6 Prozent. Indes schaffte das internationale GeschÀft im zweiten Quartal erstmals den Sprung in die Gewinnzone.

Saisonaler Gegenwind belastet

Allerdings trĂŒben jĂŒngste Ausblicke das Gesamtbild. Im Juli lag das Wachstum tendenziell unter der Marke von 20 Prozent. In Deutschland schwĂ€chelte das GeschĂ€ft mit rezeptfreien Medikamenten sogar mit Zuwachsraten unter 10 Prozent. Marktbeobachter werten dies als Anzeichen fĂŒr ein saisonal schwĂ€cheres drittes Quartal.

Die Investmentbank UBS reagierte mit einer gemischten Bewertung. Die Analysten hoben das Kursziel zwar auf 74 Euro an, bestĂ€tigten jedoch ihr "Neutral"-Rating. Sie vermissen eine klare Beschleunigung im wichtigen Markt fĂŒr verschreibungspflichtige Medikamente. Ohne diesen Impuls fehle der Aktie die nötige Fantasie fĂŒr weitere AusbrĂŒche.

Fokus auf die Jahresziele

Der Vorstand blickt dennoch optimistisch auf das restliche GeschÀftsjahr. Er bestÀtigte die Prognose und rechnet mit einem Umsatzplus von bis zu 17 Prozent. Die operative Marge soll am Jahresende zwischen 2,5 und 3,0 Prozent liegen.

Mit einer Basis von fast 15 Millionen aktiven Kunden ist das Unternehmen breit aufgestellt. Ob das Vertrauen der Investoren schnell zurĂŒckkehrt, hĂ€ngt nun vor allem von der Entwicklung der E-Rezept-Zahlen ab.

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