Renascor Resources Aktie: Batteriegraphit mit 99,97% Reinheit hergestellt
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 09:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von Renascor Resources geriet am Donnerstag unter spürbaren Verkaufsdruck. Das Wertpapier des australischen Rohstoffunternehmens verbuchte ein Minus von 9,5 Prozent und notierte bei 0,0334 Euro.
Die Kursverluste fielen in ein allgemein schwaches Börsenumfeld für australische Rohstoffwerte: Laut einem Bericht von ABC News trennten sich Investoren am heimischen Markt vermehrt von Minen- und Bankentiteln, während defensive Branchen Zulauf erhielten.
Trotz des jüngsten Rücksetzers meldete das Unternehmen erst am Mittwoch einen operativen Fortschritt aus seiner Demonstrationsanlage in Adelaide im Bundesstaat South Australia. Dort gelang die Herstellung von gereinigtem sphärischem Graphit in Batteriequalität. Nach Unternehmensangaben erreichte das Material einen Reinheitsgrad von 99,97 Prozent Kohlenstoff.
Testläufe für Batteriegraphit laufen an
Die ersten Chargen in der Anlage wurden mit Graphit eines Drittanbieters gefertigt. Renascor beabsichtigt, die Versuchsreihen noch im laufenden Quartal fortzusetzen. Dabei soll künftig auch Material aus dem unternehmenseigenen Siviour-Projekt zum Einsatz kommen. Ziel der erweiterten Testläufe ist es, die Betriebsabläufe weiter zu optimieren und Produktmuster für potenzielle Abnahmepartner bereitzustellen.
Die Erprobung in Adelaide dient der technischen Vorbereitung für eine spätere großskalierte Aufbereitung. Für angehende Produzenten im Bereich der Batterieanoden gilt der Nachweis hoher Reinheitsgrade als Voraussetzung, um überhaupt formelle Gespräche über langfristige Lieferverträge mit Akteuren der Batterieindustrie zu führen.
Vereinbarungen und anstehende Termine
Neben den Aktivitäten rund um die Aufbereitung treibt das Unternehmen auch seine Explorationsvorhaben voran. Am 30. September schloss Renascor eine bindende Vereinbarung über Abbaurechte mit der Arabana Aboriginal Corporation RNTBC für das Gebiet des Marree-Projekts ab.
Dieses Abkommen regelt die Abstimmung zur Erfassung des kulturellen Erbes, die für nachfolgende Genehmigungen von Bodenuntersuchungen erforderlich ist. Zuvor hatten elektromagnetische Messungen aus der Luft am dortigen Flat-Hill-Areal mehrere vorrangige Bohrziele identifiziert, deren Erschließung an entsprechende Zugangsrechte gekoppelt ist.
Anleger blicken zudem auf die Unternehmensführung und die kommenden Beschlüsse. Die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft ist für den 23. November 2026 angesetzt. Nominierungen für Vorstandsposten müssen bis zum 12. Oktober eingereicht werden.
An der Börse bleibt der Abstand zum bisherigen 52-Wochen-Hoch mit einem Minus von 38 Prozent vorerst deutlich, während der Markt auf die Ergebnisse der nächsten Verarbeitungsrunden mit eigenem Rohstoff wartet.
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