Resonac, Crasus-Abspaltung

Resonac: Crasus-Abspaltung formell abgeschlossen

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 13:01 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Beteiligung an Crasus Chemical sank auf 18,57 Prozent; zugleich erhielt Resonac Rückenwind durch die Erholung im Chipsektor.

Resonac-Aktie steigt nach Abspaltung und Halbleiter-Erholung
Abstrakte Darstellung moderner Industriearchitektur und Unternehmensstrukturen bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Mit einem deutlichen Kurssprung hat das Papier von Resonac Holdings am Freitag auf eine Reihe strategischer Fortschritte reagiert. Die Notierung kletterte im Tagesverlauf um 11 Prozent auf 97,50 Euro. Neben einer abgeschlossenen Portfolioumbildung stützen positive Signale aus der Halbleiterbranche das Sentiment für den japanischen Chemie- und Werkstoffkonzern.

Abspaltung von Crasus Chemical formell abgeschlossen

Im Mittelpunkt der jüngsten Unternehmensentwicklung steht die Entflechtung des Petrochemiegeschäfts. Resonac hat gestern die partielle Abspaltung von Crasus Chemical vollzogen. Durch die Ausschüttung von Anteilen an die eigenen Aktionäre sank die Beteiligung an Crasus Chemical von zuvor 100,00 Prozent auf 18,57 Prozent. Damit endete zugleich die Rolle von Resonac als Muttergesellschaft des abgespaltenen Unternehmens.

Die Maßnahme zielt darauf ab, die Struktur des Gesamtkonzerns zu verschlanken und die Abhängigkeit von klassischen Grundstoffchemikalien zu verringern. Am Markt fand dieser Schritt unmittelbaren Zuspruch.

Parallel dazu profitierte der Konzern vom allgemeinen Branchentrend. Nachdem Micron Technology am Mittwoch Rekordergebnisse für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2026 vorgelegt hatte, setzte im Halbleitersektor eine breite Erholung ein.

Resonac, als Lieferant spezialisierter Werkstoffe eng mit der Chipfertigung verzahnt, zählte Medienberichten zufolge im heutigen asiatischen Handel zu den Titeln, die von dieser Branchenstimmung mitgezogen wurden.

Konzern schärft Profil im Technologiesektor

Neben den Portfolioveränderungen treibt das Unternehmen auch die Modernisierung seiner Entwicklungsarbeit voran. Bereits am 16. September hatte Resonac die Einführung des „Matlantis Case Studio“ bekannt gegeben. Diese Funktion wurde in Kooperation mit Matlantis für die rechnergestützte Arbeit von Experimentalchemikern entwickelt.

Nach den kräftigen Kursgewinnen notiert die Aktie mit einem Abschlag von 8,0 Prozent auf ihr bisheriges 52-Wochen-Hoch von 106,00 Euro. Die Kombination aus reduzierter Unternehmenskomplexität und einer anziehenden Nachfrage im Halbleitermarkt bestimmt derzeit das Geschehen um die Neuausrichtung des Werkstoffspezialisten.

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