Revolut, Aktie

Revolut Aktie: Volle Banklizenz von EZB und ACPR

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 12:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Revolut sichert sich die vollstĂ€ndige Banklizenz der EZB und plant mit neuen Dienstleistungen und FĂŒhrungswechseln das Wachstum in Europa weiter auszubauen.

Revolut erhÀlt volle EU-Banklizenz: Expansion und neue Strategien
Moderne Glasfassade eines BankgebĂ€udes in der AbenddĂ€mmerung als Symbol fĂŒr finanzielle StabilitĂ€t und Wachstum. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das Finanztechnologie-Unternehmen Revolut hat einen entscheidenden regulatorischen Meilenstein erreicht und seine Position im europÀischen Bankensektor massiv gestÀrkt.

Wie das Institut am 10. August bekannt gab, hat die Revolut Bank S.A. (RBSA) die volle Banklizenz durch die französische Aufsichtsbehörde ACPR sowie die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) erhalten. Die formale Vergabe durch den EZB-Rat gilt als historischer Schritt fĂŒr die ExpansionsplĂ€ne des Unternehmens in der EuropĂ€ischen Union.

Meilenstein fĂŒr die europĂ€ische Expansion

Mit der Erteilung der Lizenz kann Revolut seine Strategie als eine der fĂŒhrenden Privatkundenbanken in Europa weiter vorantreiben. Das Unternehmen betreut in Westeuropa mittlerweile rund 30 Millionen Kunden. Das Wachstum beschleunigte sich zuletzt deutlich: Allein im Jahr 2025 schlossen sich etwa 8 Millionen neue Nutzer der Plattform an.

Besonders der französische Markt rĂŒckt durch die neue Lizenzierung in den Fokus, da sie die rechtliche Basis fĂŒr ein erweitertes Produktportfolio in einem der wichtigsten WirtschaftsrĂ€ume der Eurozone schafft.

Parallel zur regulatorischen Aufwertung investiert das Unternehmen in zusĂ€tzliche Dienstleistungen, um die Kundenbindung zu erhöhen. Am 13. August kĂŒndigte Revolut PlĂ€ne zur EinfĂŒhrung eigener Flughafen-Lounges an. In Kooperation mit der Plaza Premium Group soll am Flughafen Kopenhagen im Jahr 2027 der erste Standort eröffnen.

Medienberichten zufolge ist geplant, dort die grĂ¶ĂŸte allgemein zugĂ€ngliche Lounge im Schengen-Raum zu betreiben. Diese Strategie zielt darauf ab, das Angebot fĂŒr Reisende ĂŒber reine Finanzdienstleistungen hinaus zu erweitern.

Personelle Neuausrichtung im DigitalgeschÀft

Innerhalb der FĂŒhrungsebene kommt es unterdessen zu VerĂ€nderungen im Bereich der digitalen Vermögenswerte. Am 14. August wurde der Wechsel an der Spitze von Revolut Digital Assets Europe bekannt.

Georgios Vasiliou ĂŒbernimmt den Posten des CEO und bringt eine ĂŒber zehnjĂ€hrige Erfahrung aus dem Bereich Handel und Risikomanagement mit. Er tritt die Nachfolge von Costas Michael an, der von seiner Position zurĂŒckgetreten ist. Michael wird dem Unternehmen jedoch weiterhin als Berater des Vorstands zur VerfĂŒgung stehen.

Die personelle Neuordnung fĂ€llt in eine Phase erhöhter regulatorischer Aufmerksamkeit im Kryptosektor. Das Unternehmen bereitet derzeit den RĂŒckzug eines prominenten digitalen Wertpapiers vor. Bis zum 31. August wird der Stablecoin USDT von der Plattform entfernt. Revolut begrĂŒndete diesen Schritt mit Compliance-Risiken und Anforderungen zur BekĂ€mpfung von FinanzkriminalitĂ€t.

Der Prozess der Auslistung lĂ€uft bereits seit mehreren Wochen: Der Erwerb des Stablecoins wurde am 6. Juli eingestellt, wĂ€hrend Einzahlungen seit dem 30. Juli blockiert sind. Damit reagiert der Finanzdienstleister auf das sich wandelnde regulatorische Umfeld fĂŒr Krypto-Assets in Europa.

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