Rheinmetall, Aktie

Rheinmetall Aktie: Italien startet Panther-Beschaffung

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 16:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Auftrag läuft über das Gemeinschaftsunternehmen mit Leonardo; Rheinmetall erwartet daraus bis 2029 keinen wesentlichen Umsatz.

Generischer gepanzerter Radpanzer im Dämmerlicht auf staubigem Truppenübungsplatz, Seitenansicht
Rheinmetall AG (DE0007030009) zeigt einen gepanzerten Radpanzer im Dämmerlicht auf einem staubigen Truppenübungsplatz Illustration mit AI erstellt.

Das italienische Verteidigungsministerium hat die Beschaffung von 132 Panther-Fahrzeugen über das Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und Leonardo gestartet. Der formelle Beginn des Beschaffungsprozesses geht aus der Datenbank der italienischen Antikorruptionsbehörde ANAC hervor.

Bis sich der Zuwachs im operativen Zahlenwerk des Düsseldorfer Rüstungskonzerns niederschlägt, wird jedoch noch Zeit vergehen: Rheinmetall rechnet aus dem Joint Venture bis 2029 mit keinem wesentlichen Umsatzbeitrag.

Zwar erwartet das Analysehaus bis zum Jahresende ein Anwachsen des gesamten Auftragsbestands auf mehr als 100 Milliarden Euro. Diese Dimension sei im aktuellen Bewertungsniveau jedoch bereits weitgehend reflektiert, während der Fokus der Marktteilnehmer zunehmend auf die tatsächliche operative Umsetzung rücke.

Kürzungsrunden und Gegenwind für Rüstungstitel

Im heutigen Handel gaben die Papiere des DAX-Konzerns um 2,0 Prozent auf 1.001,40 Euro nach. Der gesamte europäische Verteidigungssektor stand unter Abgabedruck, wobei auch Wettbewerber wie Renk und Hensoldt deutliche Verluste verzeichneten. Zudem belastet die jüngere Historie den Titel: Vom 52-Wochen-Hoch bei 2.007,00 Euro trennt die Aktie inzwischen ein Abstand von minus 50 Prozent.

Bereits im August hatte das Management seine Jahresziele für 2026 angepasst. Zu der Eintrübung trug unter anderem der Stopp des F126-Fregattenprogramms im Juni bei.

In das Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 12,80 Milliarden Euro waren vor der Neuausrichtung durch den Bund bereits rund 2,30 Milliarden Euro geflossen.

Blick auf den Kapitalmarkttag im Spätherbst

Neue operative Impulse zeichnen sich derweil in kleineren Nischen ab. So sicherte sich Rheinmetall Naval Systems einen mehrjährigen Rahmenvertrag mit der Generalzolldirektion zur technischen Instandhaltung von vier LNG-Einsatzschiffen. Zudem testete das Unternehmen bei der Militärübung REPMUS vor Portugal autonome maritime Systeme und Sensorennetzwerke.

Größere strategische Wegmarken für das laufende Geschäftsjahr stehen vorerst nicht an. Marktbeobachter rechnen erst zum für November terminierten Kapitalmarkttag mit weiterführenden Details zur mittelfristigen Kapazitätsplanung und zu den Fortschritten bei den internationalen Kooperationen. Bis dahin dürften die Liefertreue und die Hochlaufkurven der bestehenden Großaufträge im Mittelpunkt stehen.

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