Rheinmetall Aktie: Munitionsbestellung trotz Prognosesenkung
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 21:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Rheinmetall verzeichnet weiteren Zuwachs im Auftragsbestand für großkalibrige Munition. Ein internationaler Kunde hat am Donnerstag eine Bestellung über 155-mm-Artilleriemunition im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich platziert. Die Vereinbarung umfasst die Lieferung einer fünfstelligen Stückzahl dieser gefragten Geschosse.
Für den Düsseldorfer Rüstungskonzern unterstreicht der Auftrag die unverändert hohe Auslastung im Munitionsbereich. Bereits am 18. September sicherte sich das Unternehmen eine vergleichbare Order über Artilleriegeschosse des gleichen Kalibers, die ebenfalls ein Volumen im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich aufweist und bis Ende 2027 abgearbeitet werden soll. Die Nachfrage nach konventioneller Munition bildet damit weiterhin eine der tragenden Säulen des operativen Geschäfts.
Hoher Auftragsbestand trifft auf gesenkte Jahresprognose
Die Serie neuer Bestellungen trifft auf eine gemischte fundamentale Gesamtlage. Im zweiten Quartal 2026 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 3.289 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entsprach. Das operative Ergebnis kletterte im selben Zeitraum um 115 Prozent auf 562 Millionen Euro, während die operative Marge 17,1 Prozent erreichte. Der gesamte Auftragsbestand summierte sich zuletzt auf über 80 Milliarden Euro.
Gleichzeitig dämpften Anpassungen der Jahresziele die Stimmung am Markt. Für die operative Marge wird ein Wert von rund 19 Prozent angestrebt. Zudem kündigte das Management einen deutlich negativen operativen freien Cashflow für das laufende Geschäftsjahr an.
Auftragslage über verschiedene Geschäftsbereiche
Neben den Großaufträgen für Artilleriemunition verbuchte der Konzern zuletzt auch Aufträge aus anderen Segmenten.
Am Aktienmarkt spiegeln sich die jüngsten Anpassungen der Jahresziele in der Kursentwicklung wider. Zu Beginn der neuen Handelswoche gibt die Rheinmetall-Aktie um 1,6 Prozent nach und notiert bei 969,90 Euro.
Seit dem Jahresanfang beläuft sich das Minus des Papiers auf 38 Prozent. Die kontinuierlich eingehenden Munitionsaufträge belegen zwar den intakten Bedarf der Streitkräfte, stehen kurzfristig jedoch den Belastungen durch die gesenkten Jahresziele gegenüber.
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