Rimini Aktie: Wachstum zieht an
Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 02:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein Software-Support-Spezialist meldet stabile Zahlen und bringt am selben Tag ein neues Produkt auf den Markt. Bei Rimini Street fallen Quartalsbericht und Produktlaunch zusammen — und beide Meldungen zeichnen das Bild eines Unternehmens, das sein Kerngeschäft festigt und gleichzeitig auf das KI-Thema setzt.
Vier Quartale in Folge mit besseren Wachstumsraten
Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 kletterte auf 111,1 Millionen Dollar, ein Plus von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Umsatz wuchs sogar um 10,0 Prozent auf 108,0 Millionen Dollar. Nach eigener Darstellung ist das bereits das vierte Quartal in Folge mit verbesserten Wachstumskennzahlen.
Auch die Auftragsbücher füllen sich weiter. Die Remaining Performance Obligations stiegen um 8,0 Prozent auf 636,9 Millionen Dollar, die annualisierten wiederkehrenden Erlöse legten um 8,1 Prozent auf 401,1 Millionen Dollar zu. Diese Kennzahl gilt als Indikator für die künftige Umsatzbasis — steigt sie, wächst auch die Planungssicherheit für die kommenden Quartale.
Auf der Bilanzseite setzt Rimini Street den eingeschlagenen Kurs fort. Das Unternehmen tilgte im Quartal weitere 10 Millionen Dollar Schulden und drückte damit die Gesamtverschuldung auf 48,4 Millionen Dollar. Parallel wuchs die Kassenposition auf 123,4 Millionen Dollar zum Stichtag Ende Juni. Ergebnis- und Gewinnvergleiche zum Vorjahr sind allerdings verzerrt, weil im zweiten Quartal 2025 ein Sondereffekt aus einer Prozessvergleichs-Zahlung die Zahlen aufgebläht hatte.
Neue KI-Governance-Sparte startet
Am Tag der Zahlenvorlage brachte das Unternehmen zudem "Rimini Govern for AI" auf den Markt — einen neuen Managed Service, der Unternehmen bei der Überwachung, Steuerung und Absicherung von KI-Agenten unterstützen soll. Der Dienst reiht sich in die bestehende Govern-Produktfamilie ein und wird rund um die Uhr über die globalen Kommandozentralen des Unternehmens betrieben.
Hintergrund ist eine wachsende Lücke zwischen dem, was autonome KI-Agenten in Unternehmen leisten können, und der tatsächlichen operativen Kontrolle darüber. Gartner geht davon aus, dass bis 2027 rund 40 Prozent der Unternehmen ihre autonomen KI-Agenten wieder zurückstufen oder abschalten werden, weil Governance-Lücken erst nach Produktionsproblemen auffallen. Genau in dieser Lücke positioniert sich Rimini Street mit dem neuen Angebot als zusätzlichem Wachstumsfeld neben dem angestammten Support-Geschäft für Oracle-, SAP- und VMware-Software.
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