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Rio Tinto Aktie: Kupfer treibt Quartal

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 23:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Oyu Tolgoi wächst, doch Rio Tintos Kupfermenge bleibt auf Vorjahresniveau; JPMorgan senkt das Kursziel auf 7.950 Pence.

Architektur-Rendering eines modernen Bürohochhauses mit Glasfassade und Platz davor
Rio Tinto plc (ISIN GB0007188757) unterhält Konzernbüros, symbolisiert durch diesen modernen Glasfassaden-Bürokomplex Illustration mit AI erstellt.

Rio Tinto liefert im dritten Quartal solide Zahlen, doch bei der Kupferproduktion insgesamt tritt der Konzern auf der Stelle. Das Wachstum kommt vor allem aus einer Mine in der Mongolei und aus Westaustralien. Zeitgleich dämpft eine Analystenstimme die Erwartungen an die Kursentwicklung.

Oyu Tolgoi und Simandou legen zu

Die Kupferproduktion der Mine Oyu Tolgoi stieg im Quartal um 27 Prozent zum Vorjahr, seit Jahresbeginn sind es 29 Prozent. Die Mine läuft derzeit auf einem hochgerechneten Jahrestempo von rund 450.000 Tonnen. Konzernchef Simon Trott spricht von "starker operativer Leistung".

Konzernweit relativiert sich das Bild. Die konsolidierte Kupferproduktion lag bei 205.000 Tonnen und damit auf Vorjahresniveau, gegenüber dem zweiten Quartal ging sie um vier Prozent zurück. Die Jahresprognose von 800.000 bis 870.000 Tonnen bleibt unverändert. Im Kupferäquivalent liegt das Plus seit Jahresbeginn bei rund einem Prozent.

Beim Eisenerz verkaufte Rio Tinto weltweit 90,8 Millionen Tonnen, drei Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Förderung in der Pilbara-Region sank im Quartal leicht um ein Prozent, die Verkäufe dort stiegen um zwei Prozent. Das Guinea-Projekt Simandou erreichte eine Förderrate von hochgerechnet etwa 10 Millionen Tonnen jährlich. Bis zur zweiten Jahreshälfte 2028 soll sie auf 60 Millionen Tonnen steigen.

Lithium schwächer, Kapitalfreisetzung voraus

Die Lithiumproduktion legte seit Jahresbeginn um 33 Prozent zu, wobei der Vorjahresvergleich durch die erst im März 2025 abgeschlossene Arcadium-Übernahme verzerrt ist. Im Quartal selbst sank die Menge gegenüber dem Vorquartal um elf Prozent, Wetterprobleme belasteten den Betrieb. Die Prognose liegt hier am unteren Ende der Spanne.

Das Management hält am Ziel fest, bis Ende 2026 einen jährlichen Produktivitätsvorteil von 1,8 Milliarden Dollar zu erreichen. Aus dem Portfolio hat der Konzern in diesem Jahr bereits mehr als 2 Milliarden Dollar an Kapital freigesetzt.

Abschluss und Zahlungseingang hängen allerdings noch von bindenden Verträgen und Bedingungen ab. Insgesamt sollen es bis Jahresende rund 5 Milliarden Dollar an angekündigten Maßnahmen werden, das Programm ist auf 5 bis 10 Milliarden Dollar angelegt.

JPMorgan bleibt vorsichtig

Die Analysten sind weniger euphorisch. JPMorgan senkte das Kursziel von 8.100 auf 7.950 Pence und beließ die Einstufung bei "Neutral". Analyst Dominic O'Kane verweist auf China: Im laufenden und im kommenden Quartal fehlten Impulse durch Konjunkturprogramme, die Anlageinvestitionen in Sachwerte ankurbeln. Kurzfristige Kurstreiber sieht er deshalb nicht.

Die Studie erschien vor den Produktionszahlen. Ob diese die Einschätzung verändern, ist offen. Die Jahresprognosen für Eisenerz, Aluminium und Kupfer stehen jedenfalls unverändert, und bis Ende 2026 will Rio Tinto weitere Kapitalfreisetzungen ankündigen.

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