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Rocket Lab Aktie: 981-Millionen-Dollar-Auftrag fĂŒr NITE-STAR

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 16:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rocket Lab erhÀlt weitere MilitÀrauftrÀge, doch die Aktie leidet unter schwachen Quartalszahlen und Margenprognosen. Analysten bleiben dennoch optimistisch.

Rocket Lab trotz KursrĂŒckgang: Neue MilitĂ€rauftrĂ€ge und Iridium-Übernahme im Fokus
Hochmoderne Luft- und Raumfahrttechnologie in einer industriellen Umgebung bei DĂ€mmerung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Rocket Lab sammelt weiter AuftrĂ€ge im MilitĂ€rsegment ein, wĂ€hrend die Aktie unter den Nachwirkungen der Quartalszahlen leidet. Der Satellitenbetreiber Viasat wĂ€hlte das Unternehmen fĂŒr den Bau eines geostationĂ€ren Satellitenbusses im Rahmen des Programms Protected Tactical SATCOM-Global der US-WeltraumstreitkrĂ€fte aus. Die Meldung reiht sich in eine Serie staatlicher AuftrĂ€ge ein, konnte den Kurs bislang aber nicht stabilisieren.

Das Papier notiert aktuell bei 61,30 Euro und bĂŒĂŸt am heutigen Montag 1,8 Prozent ein. Auf Wochensicht steht ein RĂŒckgang von 14 Prozent zu Buche, ausgelöst durch die Quartalsvorlage vom 10. August. Zum 50-Tage-Durchschnitt von 70,74 Euro betrĂ€gt der Abstand 13 Prozent, was die anhaltende SchwĂ€che des Papiers seit den Zahlen unterstreicht.

Auftragsvergabe trotz Kursflaute

Die Woche vor dem Wochenende brachte gleich mehrere VertragsabschlĂŒsse. Neben dem Viasat-Deal wurde Rocket Lab in das Space Data Network Consortium der US-WeltraumstreitkrĂ€fte aufgenommen und erhielt dafĂŒr AuftrĂ€ge im Volumen von 12 Millionen Dollar fĂŒr ein globales militĂ€risches Kommunikationsnetzwerk.

Zudem wurde das Unternehmen fĂŒr das mit 981 Millionen Dollar dotierte NITE-STAR-Programm ausgewĂ€hlt, das Kriegsspiel- und Trainingsarchitekturen fĂŒr das MilitĂ€r entwickelt. ErgĂ€nzend startete Rocket Lab am Donnerstag seine 93. Electron-Mission und beförderte einen Erdbeobachtungssatelliten des japanischen Unternehmens iQPS ins All.

Diese AuftrĂ€ge zeigen, dass Rocket Lab als Zulieferer fĂŒr sicherheitsrelevante Weltraumtechnologie zunehmend gefragt ist. FĂŒr Anleger bleibt jedoch die Frage entscheidend, wie sich diese VertrĂ€ge finanziell niederschlagen – eine Antwort darauf liefern erst kĂŒnftige Quartalsberichte.

Quartalszahlen als Belastungsfaktor

Der eigentliche Auslöser der KursschwĂ€che liegt in der Bilanzvorlage vom 10. August. Rocket Lab meldete einen Quartalsumsatz von 234 Millionen Dollar, ein Plus von 62 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr.

Der Verlust je Aktie fiel mit 0,08 Dollar jedoch höher aus als die von Analysten erwartete Verlustmarke von 0,06 Dollar. ZusĂ€tzlich enttĂ€uschte die Prognose fĂŒr die Bruttomarge im dritten Quartal: Das Management stellte 29 bis 31 Prozent in Aussicht, deutlich unter der Analystenerwartung von 37,6 Prozent.

Parallel dazu belastet die geplante Finanzierung der milliardenschweren Iridium-Übernahme das Sentiment. Am 13. August schloss Rocket Lab eine Vereinbarung mit der Deutschen Bank und Wells Fargo, die Aktienausgaben von bis zu 1,944 Milliarden Dollar ĂŒber den Markt ermöglicht.

Diese VerwĂ€sserungsgefahr dĂŒrfte Investoren ebenso beschĂ€ftigt haben wie die enttĂ€uschende Margenprognose. Immerhin ist die kartellrechtliche PrĂŒfung der Iridium-Übernahme nach Ablauf der HSR-Wartefrist am 12. August abgeschlossen, das Unternehmen reichte anschließend ein Registrierungsformular S-4 bei der US-Börsenaufsicht ein.

Analysten uneins ĂŒber kurzfristige Perspektiven

Mitte August Ă€ußerten sich mehrere AnalysehĂ€user zu Rocket Lab. Cantor Fitzgerald hob am 11. August das Kursziel auf 122 Dollar von zuvor 96 Dollar an und bestĂ€tigte die Einstufung "Overweight". Citizens JMP bekrĂ€ftigte am selben Tag ein Kursziel von 130 Dollar bei der Bewertung "Market Outperform".

Roth Capital setzte sein Kursziel auf 110 Dollar fest. Die Bandbreite der EinschÀtzungen zeigt: Trotz der enttÀuschenden Margenprognose sehen etablierte HÀuser weiterhin erhebliches AufwÀrtspotenzial.

FĂŒr die Zukunft bleibt der Neutron-Erstflug ein zentraler Katalysator. Das Management peilt das vierte Quartal 2026 an, rĂ€umte jedoch ein, dass sich das Zeitfenster fĂŒr dieses Jahr verengt. Kepler Communications hat bereits eine dedizierte Neutron-Mission gebucht, die frĂŒhestens 2028 stattfinden soll – ein Hinweis darauf, dass Kunden trotz der Verzögerungen langfristig auf die neue Rakete setzen.

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