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Rocket Lab Aktie: Kartellfreigabe für Iridium-Übernahme erteilt

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 00:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Rocket Lab stärkt das operative Geschäft, finanziert die Iridium-Transaktion neu und sieht sich trotz wachsender Aufträge mit Kursdruck konfrontiert.

Rocket Lab ordnet Iridium-Deal und Milliardenfinanzierung neu
Moderne, technologische Luft- und Raumfahrtumgebung mit einer Atmosphäre von Fortschritt und industriellem Wachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Rocket Lab hat den regulatorischen Weg für die milliardenschwere Übernahme von Iridium weiter geebnet und parallel die Finanzierungsstruktur des Deals neu aufgestellt.

Das Unternehmen schloss eine Vereinbarung mit Deutsche Bank Securities und Wells Fargo Securities über ein Aktienplatzierungsprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,944 Milliarden US-Dollar. Die Erlöse sollen sowohl für Barzahlungen im Rahmen der Iridium-Transaktion als auch zum Abbau von Verbindlichkeiten verwendet werden.

Der Zeitplan für den Zusammenschluss verdichtet sich. Die kartellrechtliche Freigabe nach dem Hart-Scott-Rodino-Verfahren lief bereits am 12. August aus – eine zentrale Bedingung für den Vollzug der Übernahme ist damit erfüllt. Kurz darauf reichte Rocket Lab bei der US-Börsenaufsicht ein Formular S-4 ein, um eigene Wertpapiere für die Aktienkomponente der Transaktion zu registrieren.

Zudem beantragte das Unternehmen gemeinsam mit Iridium bei der Federal Communications Commission die Zustimmung zur Übertragung von Lizenzen und Zulassungen. Die Iridium-Aktionäre sollen am 24. September über den Zusammenschluss abstimmen.

Operatives Geschäft liefert Rückenwind

Losgelöst von der Übernahme zeigt das Kerngeschäft weiter Dynamik. Im zweiten Quartal steigerte Rocket Lab den Umsatz um 62 Prozent auf 234 Millionen US-Dollar. Der Auftragsbestand kletterte binnen Jahresfrist um 137 Prozent auf 2,36 Milliarden US-Dollar.

Für das dritte Quartal stellt das Management einen Umsatz zwischen 250 und 265 Millionen US-Dollar in Aussicht, bei GAAP-Bruttomargen von 29 bis 31 Prozent.

Auf der Auftragsseite kamen zuletzt weitere Mandate hinzu. Die US Space Force wählte Rocket Lab für das Space Data Network Consortium aus und vergab Aufträge im Volumen von 12 Millionen US-Dollar für ein globales Militärkommunikationsnetz.

Viasat beauftragte das Unternehmen mit dem Bau eines Satellitenbusses für das Programm Protected Tactical SATCOM-Global der Space Force, zudem wurde Rocket Lab in das mit 981 Millionen US-Dollar dotierte NITE-STAR-Programm für Testinfrastruktur aufgenommen. Auch die 93. Electron-Mission verlief erfolgreich und setzte einen Erdbeobachtungssatelliten für das Institute for Q-shu Pioneers of Space aus.

Insider verkaufen im Zuge von Steuerzahlungen

Mehrere Führungskräfte, darunter Finanzvorstand Adam C. Spice, Präsident Marvin Bradford Clevenger und Betriebschef Frank Klein, verkauften Ende August Aktien im Zuge nicht-diskretionärer Transaktionen zur Deckung von Steuerverpflichtungen aus vestenden RSU-Programmen.

Insgesamt gaben fünf Führungskräfte rund 78.800 Aktien im Gesamtwert von 5,49 Millionen US-Dollar ab, behielten dabei aber 97,5 Prozent ihrer bisherigen Bestände. Klein meldete zudem eine weitere geplante Veräußerung von gut 35.500 Aktien im Wert von 2,35 Millionen US-Dollar.

Kurs bleibt unter Druck

An der Börse spiegelt sich die operative Stärke bislang kaum wider. Die Aktie notiert bei 54,70 Euro und damit rund 59 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 11 Prozent zu Buche, allein in den vergangenen sieben Handelstagen verlor das Papier 6,7 Prozent.

Der Titel notiert auch klar unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 69,42 Euro – ein Zeichen dafür, dass Anleger die Übernahmefinanzierung und die damit verbundene Verwässerung durch das milliardenschwere Aktienprogramm derzeit stärker gewichten als die operativen Fortschritte.

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