RWE Aktie: Stromabnahmevertrag mit Oracle geschlossen
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 08:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Essener Energiekonzern RWE hat gestern einen umfangreichen Stromabnahmevertrag mit dem US-Konzern Oracle geschlossen. Die Vereinbarung regelt die Belieferung mit 433 Megawatt Windkraftkapazität aus Bestandsanlagen in den USA. Die Transaktion unterstreicht das wachsende Interesse internationaler Technologiekonzerne an verlässlicher Versorgung mit Grünstrom für ihre Rechenzentren.
Für Erzeuger erneuerbarer Energien gewinnen solche Direktverträge mit Unternehmenskunden rasant an Bedeutung. Der weltweite Ausbau von Rechenzentren und Anwendungen künstlicher Intelligenz treibt die Nachfrage nach sauberem Strom sprunghaft an. Mit langfristigen Liefervereinbarungen sichern sich Versorger planbare Erlöse über viele Jahre hinweg und federn das Risiko schwankender Großhandelspreise ab.
Die Lieferungen für Oracle stammen aus dem Windparkkomplex Panther Creek im Bundesstaat Texas. Die dortigen drei Teilprojekte in den Bezirken Sterling, Howard und Glasscock verfügen zusammen über eine Gesamtkapazität von 457,5 Megawatt. RWE speist den erzeugten Ökostrom in das regionale Netz des texanischen Betreibers ERCOT ein, über das die Datenzentren des Softwareunternehmens versorgt werden.
Für Oracle fügt sich der Kontrakt in eine breit angelegte Beschaffungsinitiative ein. Das Unternehmen bündelt in Texas Verträge über mehr als 1,7 Gigawatt Windenergie, um den expandierenden Betrieb seiner Serverfarmen abzusichern. Bis zum Jahr 2035 strebt der Konzern eine vollständig kohlenstofffreie Stromversorgung für seine KI-Infrastruktur an.
Netzgeschäft stützt die Konzernstrategie
Neben dem weltweiten Ausbau des Ökostromgeschäfts setzt RWE auf ein stabiles Fundament in den Stromübertragungsnetzen. Die regulierten Netzerlöse bieten einen verlässlichen Gegenpol zum schwankungsintensiveren Projektgeschäft der Erneuerbaren.
Robuste Notierung und Analystenlob
An den Finanzmärkten präsentiert sich die Aktie weiterhin in fester Verfassung. Das Papier notiert bei 60,50 Euro und weist damit einen Abstand von 3,0 Prozent zum 52-Wochen-Hoch auf. Anleger honorieren zunehmend, dass der Energieversorger als direkter Nutzniesser des steigenden Energiebedarfs der Digitalbranche agiert.
Auch Branchenbeobachter beurteilen die Entwicklung positiv.
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