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RWE: Deutsche Bank hebt Kursziel auf 65 Euro

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 12:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

RWE überzeugt mit milliardenschweren Investitionen in Netze, Solar und LNG. Die Deutsche Bank reagiert mit einem höheren Kursziel von 65 Euro.

RWE-Aktie: Deutsche Bank erhöht Kursziel nach Investitionsoffensive
Moderne Windkraftanlagen auf dem offenen Meer bei Sonnenuntergang als Symbol für erneuerbare Energien. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für RWE am heutigen Montag angehoben und reagieren damit auf eine positive Bewertung der jüngsten Geschäftsentwicklung. Ausschlaggebend für die optimistische Einschätzung sind die vielfältigen Investitionsmöglichkeiten des Energiekonzerns, der seine Präsenz sowohl im Bereich der Infrastruktur als auch bei den erneuerbaren Energien massiv ausbaut.

Strategischer Ausbau der Stromnetze und Solarprojekte

RWE hat seine Position im Bereich der Energieinfrastruktur deutlich gestärkt. Das Unternehmen erhöhte seinen Anteil am Übertragungsnetzbetreiber Amprion von bislang 25,1 Prozent auf nun 55 Prozent. Für diesen Anteilserwerb wendete der Konzern 3,6 Milliarden Euro auf.

Bis zum Jahr 2031 plant RWE zudem weitere Investitionen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro für den Netzausbau. Die Finanzierung dieser Maßnahmen wurde unter anderem durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von rund 4 Milliarden Euro abgesichert, an der sich die Qatar Investment Authority und die Norges Bank beteiligten.

Parallel dazu treibt der Versorger sein Engagement in den USA voran. Wie gestern bekannt wurde, schlossen RWE und Google einen Stromabnahmevertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren ab. Die Vereinbarung bezieht sich auf das Solarprojekt Crooked Creek in Oklahoma, das über eine Kapazität von 155 Megawatt verfügt.

Der Baubeginn für die Anlage ist für das laufende Jahr geplant, während der reguläre Betrieb 2028 aufgenommen werden soll. Insgesamt beabsichtigt RWE, bis 2031 netto 17 Milliarden Euro in den US-Markt zu investieren.

Analysten heben den Daumen für den Versorger

Analyst Olly Jeffery von Deutsche Bank Research hob das Kursziel für die RWE-Aktie heute von 63 auf 65 Euro an und bestätigte die Einstufung auf „Buy“. Er begründete diesen Schritt mit den Erkenntnissen aus einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen, die er als sehr positiv wertete.

Der Konzern verfüge über Investitionsmöglichkeiten in zahlreiche Richtungen, was das künftige Wachstum stütze. Auch die Schweizer Großbank UBS bekräftigte am heutigen Montag ihre Kaufempfehlung für die Papiere des Essener Unternehmens.

An der Börse wird die konsequente Strategie des Konzerns honoriert. Seit Jahresbeginn konnte der Wert der Aktie bereits um 31 Prozent zulegen. Mit einem aktuellen Kurs von 59,54 Euro notiert das Papier derzeit nur noch rund 4,0 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 62,00 Euro.

Neuausrichtung in den USA und Großprojekt in Dänemark

Abseits der Solarprojekte vollzieht RWE eine Neuausrichtung seines US-Portfolios. In einem Vergleich mit der US-Administration unter Donald Trump einigte sich das Unternehmen auf die Zahlung von 1,22 Milliarden US-Dollar, um Pachtverträge für Offshore-Windparks – etwa vor den Küsten von Louisiana, New York und Kalifornien – zurückzugeben.

Stattdessen investiert RWE 900 Millionen US-Dollar in eine 16-prozentige Beteiligung an einem Flüssigerdgas-Projekt (LNG) von Woodside Energy in Louisiana.

In Europa konzentriert sich der Konzern derweil auf den Bau des Offshore-Windparks „Thor“ in Dänemark. Die Anlage, die etwa 22 Kilometer vor der Küste Jütlands entsteht, soll bis 2027 den Vollbetrieb aufnehmen und über eine Million Haushalte mit Strom versorgen. Dabei kommen 72 Turbinen mit einer Leistung von jeweils 15 Megawatt zum Einsatz.

RWE setzt bei diesem Projekt verstärkt auf Nachhaltigkeit: Ein Teil der Anlagen wird mit Türmen errichtet, die eine CO2-Ersparnis von 63 Prozent aufweisen, zudem werden für 40 Turbinen vollständig recycelbare Rotorblätter verwendet.

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