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S&P Global Aktie: Industrie trotzt Gegenwind

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 11:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Eurozonen-Industrie-PMI liegt im Oktober bei 52,7 Punkten; Deutschlands Wert steigt auf 54,2.
S&P, Global, Aktie, Gegenwind, Eurozonen-Industrie-PMI, Punkten;, Deutschlands, Wert Illustration mit AI erstellt.

Die Eurozone-Industrie hĂ€lt sich im Oktober besser als zunĂ€chst gedacht. Der von S&P Global erhobene Einkaufsmanagerindex fĂŒr den Sektor liegt nach einer zweiten SchĂ€tzung bei 52,7 Punkten. Die ErstschĂ€tzung hatte 52,4 ZĂ€hler ausgewiesen, Volkswirte hatten mit einer BestĂ€tigung dieses Werts gerechnet.

Leichter DĂ€mpfer nach Mehrjahreshoch

GegenĂŒber dem Vormonat gab der Index um 0,2 Punkte nach. Im September hatte er noch den höchsten Stand seit Mai 2022 erreicht. Der Wert bleibt damit klar oberhalb der Marke von 50 Punkten, ab der das Barometer Wachstum signalisiert.

Chris Williamson, Chefvolkswirt bei S&P Global Intelligence, ordnet die Daten positiv ein. Er spricht von der besten Expansionsphase der Eurozone-Industrie seit ĂŒber vier Jahren. Das krĂ€ftige Wachstum halte seit Februar an und belege die WiderstandsfĂ€higkeit der Branche.

Das ist bemerkenswert, denn die Belastungen sind erheblich. Williamson verweist auf US-Zölle sowie auf die Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine. Sie treiben die Energiekosten und verursachen LieferengpÀsse. Zum Start ins vierte Quartal verlangsamten sich die AuftragszuwÀchse, wÀhrend der Lieferdruck zunahm.

Deutschland legt zu

Die deutsche Industrie entwickelte sich etwas stÀrker als der Euroraum. Der Index stieg auf 54,2 Punkte, nach 53,9 im Vormonat. Die ErstschÀtzung wurde damit exakt bestÀtigt.

S&P-Global-Ökonom Phil Smith sieht die Branche trotz wachsenden Kostendrucks auf Kurs. Produktion und NeuauftrĂ€ge legten zwar etwas langsamer zu, fielen im historischen Vergleich aber weiterhin krĂ€ftig aus. Als Treiber der Nachfrage nennt er höhere Staatsausgaben fĂŒr Verteidigung und Infrastruktur sowie steigende Exporterlöse.

Die Zahlen stammen aus der eigenen UmfragetĂ€tigkeit des Konzerns. Sie liefern keinen direkten Impuls fĂŒr das GeschĂ€ft von S&P Global. Allerdings unterstreichen sie die Marktrelevanz der PMI-Reihen, die Anleger und Volkswirte weltweit als FrĂŒhindikatoren nutzen. Die Einkaufsmanagerindizes fĂŒr den Dienstleistungssektor der Eurozone und Deutschlands stehen als NĂ€chstes an.

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