Salmar, ASA

Salmar ASA Aktie: Mehr Lachs, mehr Vertrauen

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 13:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Norwegens Fischzüchter SalMar steigert Erntemenge und Gewinn deutlich, senkt Schulden und erhöht die Jahresprognose auf 350.000 Tonnen.

SalMar hebt Ernteprognose an: Rekordquartal trotz Preisrückgang
Abstrakte Aufnahme von klarem, tiefblauem Meerwasser mit einfallendem Sonnenlicht als Symbol für nachhaltige Aquakultur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein verregneter Sommer klingt nach schlechten Nachrichten. Für SalMar war er ein Segen: Kühles, nasses Wetter hat den Lachsen im zweiten Quartal offenbar so gut getan, dass der norwegische Fischzüchter seine Erntemenge für 2026 kräftig nach oben schraubt. Die Börse honorierte das mit Kursgewinnen von über drei Prozent.

Rekordbiologie trifft auf schwache Preise

SalMar meldete für das zweite Quartal ein operatives EBIT von 1,237 Milliarden norwegischen Kronen bei einer Erntemenge von 81.800 Tonnen – ein Rekord für ein zweites Quartal und deutlich mehr als die 64.500 Tonnen im Vorjahresquartal.

Der Gewinn je Aktie lag bei 2,7 Kronen, mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts von 1,5 Kronen. Die Betriebserlöse kletterten um 23 Prozent auf 7,61 Milliarden Kronen.

Trotzdem fiel das EBIT gegenüber dem ersten Quartal, als es noch bei 1,512 Milliarden Kronen gelegen hatte. Der Grund: Ein Großteil der Ernte wurde im Juni verkauft, ausgerechnet zum niedrigsten Preisniveau des Quartals.

Die Preisrealisierung sank dadurch um rund zehn Kronen pro Kilo. Das Management sprach dennoch von der stärksten biologischen Leistung seit Jahren – die Sterblichkeit lag 40 Prozent unter dem Zehnjahresschnitt, das Wachstum 33 Prozent darüber.

Höhere Ziele, tiefere Schulden

Für das Gesamtjahr 2026 hebt SalMar die Erntemengen-Prognose auf 350.000 Tonnen an, ein Plus von 16 Prozent gegenüber 2025 und 20.000 Tonnen mehr als zuvor angepeilt.

Besonders Nordnorwegen und Zentralnorwegen liefern: Die Segment-Guidance dort steigt um 15.000 beziehungsweise 5.000 Tonnen. Island und die schottische Beteiligung Scottish Sea Farms bleiben unverändert bei 21.000 respektive 43.000 Tonnen.

Parallel dazu baut das Unternehmen die Bilanz weiter ab. Die Nettoverschuldung sank im Quartal um 1,1 Milliarden auf 19,1 Milliarden Kronen, die Verschuldungsquote verbesserte sich auf das 2,6-Fache des EBITDA. Zwei neue dreijährige Anleihen über insgesamt 2,75 Milliarden Kronen sichern die Finanzierung ab.

Im Juli hatte SalMar zudem eine Vereinbarung zur Übernahme von 70 Prozent an Måsøval getroffen, zu einem Preis von 39,50 Kronen je Aktie und einem Gesamtvolumen von rund 3,4 Milliarden Kronen. Das Management rechnet mit jährlichen Kostensynergien von etwa 300 Millionen Kronen, geht aber nicht vor Anfang 2027 von einem Abschluss der Transaktion aus – die Genehmigungsverfahren stehen noch aus.

Für das dritte Quartal erwartet SalMar sinkende Kosten, vor allem in Zentralnorwegen, während die Nachfrage nach Angaben des Managements bereits jetzt Kunden dazu bringt, sich Lieferverträge für 2027 zu sichern. Der nächste Zahlenausblick folgt im November.

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