Salmon Evolution Aktie: Ernte übertrifft Arctic-Schätzung
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 14:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der norwegische Landlachszüchter Salmon Evolution hat im dritten Quartal 2026 das eigene Erntevolumen gesteigert und die Markterwartungen übertroffen. Allerdings bremste eine biologisch schwächere Fischgruppe das durchschnittliche Schlachtgewicht spürbar aus.
Insgesamt holte das Unternehmen in den drei Monaten 1.596 Tonnen Lachs aus den Becken, nach 1.387 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Das Netto-Biomassewachstum legte im selben Zeitraum auf 1.984 Tonnen zu, nachdem es im zweiten Quartal noch bei 1.706 Tonnen gelegen hatte.
An der Börse reagierten die Anleger verhalten auf die gemischten operativen Kennzahlen. Die Aktie notiert heute bei 0,2885 Euro, was einem Minus von 1,7 Prozent entspricht.
Kleinere Fische belasten das Quartalsergebnis
Das Erntevolumen lag über den Schätzungen der Analysten von Arctic Securities, die mit 1.500 Tonnen gerechnet hatten. Dennoch offenbart der Quartalsbericht operative Bremsspuren bei der Fischgröße. Das durchschnittliche Schlachtgewicht sank im dritten Quartal auf 3,0 Kilogramm, nachdem im Vorquartal und im Vorjahreszeitraum noch 3,5 Kilogramm erreicht worden waren.
Grund für den Rückgang war eine leistungsschwächere Fischgruppe in der ersten Ausbaustufe. Diese Gruppe blockierte rund 25 Prozent der gesamten Tankkapazität und wuchs langsamer als geplant. Um die Kapazitäten wieder freizumachen, schloss Salmon Evolution die Schlachtung dieser Bestände bis zum Ende des dritten Quartals vollständig ab.
Trotz der geringeren Stückgewichte blieb die Qualität hoch: Der Anteil der erstklassigen Superior-Kategorie erreichte 94 Prozent. Der erzielte Verkaufspreis lag bei rund 65 Norwegischen Kronen je Kilogramm und damit rund 7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals.
Hochlauf von Phase 2 rückt näher
Für das anbrechende Schlussviertel 2026 stellt das Management wieder eine Normalisierung der biologischen Kennzahlen in Aussicht. In der bestehenden Phase 1 sollen die Schlachtgewichte im vierten Quartal wieder in den mittleren bis oberen Bereich der Spanne von 3 bis 4 Kilogramm klettern. Zudem sind ab sofort monatliche Einsetzungen von Jungfischen vorgesehen.
Parallel dazu biegt der Ausbau der zweiten Produktionsphase auf die Zielgerade ein. Das Unternehmen übernimmt schrittweise weitere Anlagenteile der oberen Tankreihen.
Mit steigender Besatzfrequenz soll der Standort bis Mitte 2027 eine jährliche Produktionsrate von 14.600 Tonnen erreichen. Das Analysehaus Arctic Securities stuft den Titel trotz der kurzfristigen Wachstumsdelle unverändert mit „Buy“ und einem Kursziel von 6,50 Norwegischen Kronen ein.
Die detaillierten Finanzzahlen für das dritte Quartal wird das Unternehmen am 28. Oktober vorlegen. Dann wird sich zeigen, wie stark sich das geringere Stückgewicht und die Marktpreise in den Margen niedergeschlagen haben.
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