SANDISK Aktie: Über 40 Prozent Minus in 30 Tagen
Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 12:25 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine Woche wie ein Fieberdiagramm: SanDisk fällt auf ein neues Jahrestief, dreht dann scharf nach oben. Am Ende bleibt trotzdem ein Kursverlust von über 40 Prozent binnen 30 Tagen. Für den Speicherchip-Hersteller wird es jetzt eng.
Am Freitag schloss die Aktie bei 1.050,00 Euro, ein Tagesverlust von 5,41 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Minus von 17,32 Prozent zu Buche. Zum Vergleich: Vor gut einem Monat, am 22. Juni, hatte das Papier noch bei 2.060,00 Euro sein Jahreshoch markiert. Aktuell liegt der Kurs damit fast die Hälfte darunter.
Tiefpunkt am Donnerstag, dann die Kehrtwende
Am Donnerstag rutschte die Aktie auf 870,00 Euro ab, ein neues 52-Wochen-Tief. Genau an diesem Punkt drehte der Markt. Marktbeobachter führen die heftigen Ausschläge auf die Auflösung einer großen Hedgefonds-Position zurück, die Ende Juli abgeschlossen wurde.
Der Verkaufsdruck von institutioneller Seite fiel damit offenbar weg. Bis Freitag erholte sich der Kurs um mehr als 20 Prozent vom Tiefpunkt. Der RSI von 40,2 zeigt eine Aktie nahe der überverkauften Zone, ohne dass bereits eine stabile Trendwende bestätigt wäre.
Diese Erholung bleibt fragil. Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 167,20 Prozent zählt SanDisk zu den unruhigsten Werten im Halbleitersektor.
Zahlen am 5. August als Belastungsprobe
Am Mittwoch, den 5. August 2026, legt SanDisk seine Ergebnisse für das vierte Fiskalquartal und das Gesamtjahr vor. Eine Woche später, am 13. August, folgt ein Investorentag. Beide Termine dürften über die kurzfristige Richtung der Aktie entscheiden.
Analysten wollen vor allem eines wissen: Profitiert SanDisk weiter vom Boom der KI-Rechenzentren? Seit der Abspaltung von Western Digital im Jahr 2025 hat sich das eigenständige Unternehmen auf leistungsstarke NAND-Flash-Technologie konzentriert. Anhaltende Lieferengpässe in der Branche haben die Preise dafür auf ein hohes Niveau getrieben.
Zwei Nachfragewelten im NAND-Markt
Der Speicherchip-Markt zeigt sich gespalten. Im Consumer-Bereich, bei Smartphones und PCs, mehren sich Sorgen über eine nachlassende Nachfrage. Das Unternehmens-Storage-Segment läuft dagegen weiter heiß.
Hier setzt SanDisk auf seine BiCS8-Technologie, die bei Großkunden aus dem KI-Infrastrukturbereich gefragt bleibt. Hyperscaler bauen ihre Speicherkapazitäten weiter massiv aus. Der Gesamtmarkt für NAND-Flash blieb im ersten Halbjahr 2026 überwiegend unterversorgt, was die Preise stützt.
Der Bericht am 5. August wird zeigen, ob die Nachfrage aus dem Rechenzentrums-Geschäft die Schwäche im Consumer-Segment ausgleichen kann. Bei einer annualisierten Volatilität von über 160 Prozent dürfte die Kursreaktion darauf entsprechend heftig ausfallen.
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