Sandoz, Aktie

Sandoz Aktie: Goldman Sachs hebt Kursziel an

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 08:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Goldman Sachs hebt das Kursziel an; ein US-Vergleich über 400 Millionen USD wartet noch auf die gerichtliche Genehmigung.

Sandoz: Goldman Sachs erhöht Kursziel, US-Vergleich bleibt offen
Moderne, sterile Laborumgebung mit Fokus auf Präzision und Wachstum in der Pharmabranche. Illustration mit AI erstellt.

Vor der anstehenden Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das dritte Quartal erhält der Generika- und Biosimilar-Konzern Sandoz Rückenwind von Analystenseite. Am Donnerstag hob Shyam Kotadia von der Investmentbank Goldman Sachs das Kursziel für die Aktie von CHF 80 auf CHF 85 an und bestätigte die Kaufempfehlung.

Die Experten rechnen für das dritte Quartal mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 6,1 Prozent. Dieses dürfte maßgeblich von den Biosimilar-Erlösen getragen werden, für die Kotadia ein Plus von 20,6 Prozent prognostiziert, während das klassische Generikageschäft mit einem leichten Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet wird.

An der Börse notierte das Papier am Freitag bei 75,26 Euro, was einem Tagesplus von 1,0 Prozent entsprach. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel einen Wertzuwachs von 21 Prozent. Belastungsfaktoren bleiben gleichwohl präsent: Neben allgemeinen Margensorgen sorgt der Preisdruck durch chinesische Wirkstoffhersteller für Wachsamkeit am Markt.

Ausbau der europäischen Kapazitäten

Operativ setzt das Unternehmen verstärkt auf die Stärkung eigener Lieferketten. Ende September eröffnete Sandoz im slowenischen Lendava ein neues Produktionszentrum für Wirkstoffe im Großmaßstab. Die Anlage beschäftigt über 300 Fachkräfte und soll die interne Kapazität sowie die Flexibilität des europäischen Biosimilar-Netzwerks erweitern.

Diese Investition fügt sich in die Strategie ein, margenstärkere Nachfolgemedikamente biopharmazeutischer Arzneien aus eigener Hand zu fertigen. Anfang Oktober bekräftigte das Management seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2026.

Juristischer Befreiungsschlag in den USA

Parallel zu den operativen Schritten zeichnet sich bei rechtlichen Altlasten in den USA mehr Klarheit ab. Sandoz Inc. und Fougera Pharmaceuticals erzielten eine Einigung mit 43 US-Bundesstaaten und Territorien über einen vorgeschlagenen Vergleich in Höhe von 400 Millionen USD.

Zudem sind 69 Millionen USD an Bundesstaaten zu zahlen, mit denen bereits zuvor Vergleiche geschlossen wurden. Die Einigung soll langjährige Vorwürfe bezüglich Preisabsprachen und Wettbewerbsbeschränkungen im Generikabereich beilegen.

Am Donnerstag reichte der Bundesstaat Delaware den formellen Antrag auf vorläufige gerichtliche Genehmigung des 400-Millionen-USD-Vergleichs ein. Das Abkommen bleibt bis zur endgültigen Bestätigung durch das zuständige Gericht genehmigungspflichtig.

Klarheit über die operative Dynamik des laufenden Jahres erhalten Anleger am 28. Oktober, wenn Sandoz die detaillierten Zahlen zum dritten Quartal sowie zur Neunmonatsentwicklung vorlegt.

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