SAP Aktie: Cloud-Auftragsbestand wächst um 28 Prozent
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 05:08 Uhr | Redaktion boerse-global.deBei SAP treffen Sorgen um die Zukunft etablierter Software-Geschäftsmodelle auf Kaufempfehlungen nach den Quartalszahlen. Am Donnerstag geriet das Papier vorbörslich unter Druck, nachdem enttäuschende Quartalsmeldungen von ServiceNow und Fortinet den Softwaresektor belastet hatten.
Für Anleger steht damit die Einordnung im Mittelpunkt: Die Belastung kam aus dem Branchenumfeld, während die jüngsten SAP-Zahlen mehrere Analysten zu höheren Kurszielen veranlasst hatten.
Sektorsorgen treffen auf höhere Kursziele
Medienberichten zufolge schürten die Meldungen der beiden US-Unternehmen Befürchtungen, künstliche Intelligenz könne etablierte Software-Geschäftsmodelle unter Druck setzen. Diese Sorge erfasste auch SAP. Sie ist allerdings von den Ergebnissen und Prognosen des Unternehmens zu unterscheiden: Eine sektorweite Befürchtung belegt noch keine entsprechende Verschlechterung des SAP-Geschäfts.
Die unterschiedlichen Signale widersprechen sich nicht zwangsläufig. Die Analystenreaktionen bezogen sich auf SAPs Geschäftsentwicklung. Die anschließende Belastung spiegelte dagegen Zweifel an der längerfristigen Wirkung von KI auf die Softwarebranche wider. Kursziele bleiben dabei Einschätzungen und sind keine Zusage für die weitere Börsenentwicklung.
Cloud-Ausblick liefert das operative Gegengewicht
Vor rund zwei Wochen meldete SAP einen aktuellen Cloud-Auftragsbestand von 24,1 Mrd. €. Das entsprach einem Wachstum von 28 %, währungsbereinigt waren es 26 %.
Für die Einordnung der Sektorsorgen ist deshalb entscheidend, zwischen Erwartungen an mögliche Veränderungen durch KI und der von SAP gemeldeten Nachfrage zu trennen.
Die Clouderlöse wuchsen um 26 %. Zugleich stellte SAP die Clouderlöse sowie die Cloud- und Softwareerlöse für 2026 jeweils am oberen Ende der bisherigen Prognosespanne in Aussicht.
Rückkäufe und nächster Berichtstermin
Daneben setzte SAP das laufende Aktienrückkaufprogramm fort. Nach der Mitteilung vom 27. Oktober erwarb das Unternehmen in der Woche vom 19. bis 23. Oktober insgesamt 42.848 eigene Aktien.
Die Rückkäufe sind eine eigenständige Kapitalmaßnahme, kein Nachweis gegen die Risiken eines technologischen Wandels. Für die operative Beurteilung bleiben daher der Cloud-Ausblick und dessen Umsetzung wichtiger. Der nächste bestätigte Termin zur Überprüfung dieser Entwicklung ist der 21. Januar 2027: Dann veröffentlicht SAP die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026.
SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 2. November liefert die Antwort:
Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
