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SAP Aktie: Rückkauf läuft, Marge bremst

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 05:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

SAP-Aktie zeigt sich trotz gesenkter Gewinnprognose stabil. Das 10-Milliarden-Rückkaufprogramm läuft planmäßig, während Übernahmen die Marge kurzfristig belasten.

SAP-Aktie: Rückkaufprogramm läuft, Prognosekorrektur belastet weiter
Abstrakte Darstellung eines modernen, professionellen Bürointerieurs mit Fokus auf strategische Unternehmensplanung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während SAP operativ weiter auf Wachstumskurs bleibt, sorgt die im Juli gesenkte Gewinnprognose weiter für Zurückhaltung an der Börse. Am Dienstag notierte die Aktie mit 186,20 Euro leicht im Minus. Nach der kräftigen Erholung seit dem Jahrestief im Juli bei 127,50 Euro wirkt das wie eine Verschnaufpause, keine Trendwende.

Übernahmen drücken kurzfristig auf die Marge

Auslöser der Unsicherheit war die im Rahmen der Quartalszahlen konkretisierte Prognosekorrektur: SAP erwartet für 2026 nun ein Non-IFRS-Betriebsergebnis von 11,8 bis 12,2 Milliarden Euro bei konstanten Währungen, etwas weniger als zuvor in Aussicht gestellt.

Grund sind die im Juli abgeschlossenen Übernahmen von Dremio und Prior Labs, die die Daten- und KI-Strategie stärken sollen, kurzfristig aber mit mehr als 100 Millionen Euro auf die Marge drücken.

Operativ bleibt das Bild solide. Der Cloud-Umsatz wuchs im zweiten Quartal um 22 Prozent auf 6,28 Milliarden Euro, der Current Cloud Backlog kletterte auf 22,93 Milliarden Euro. Die klassischen Softwarelizenzerlöse brachen dagegen um 32 Prozent ein — ein erwartbarer Effekt des fortschreitenden Cloud-Umbaus, kein neues Warnsignal.

Rückkauf und Insiderkäufe als Gegengewicht

Parallel zur Kursberuhigung läuft das im Januar aufgelegte Aktienrückkaufprogramm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 10 Milliarden Euro weiter planmäßig. In der Woche vom 17. bis 21. August erwarb SAP über die Börse Xetra 50.000 eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von 182,93 Euro, ein Volumen von gut 9,1 Millionen Euro. Insgesamt hat der Konzern damit bereits mehr als 5,17 Millionen Aktien im laufenden Programm zurückgekauft.

Vorstandschef Christian Klein hatte nach der Quartalsvorlage zudem mehrere tausend eigene Aktien erworben — ein Signal, das Marktbeobachter als Vertrauensbeweis in die eigene Strategie werten. Das Analystenbild bleibt derweil mehrheitlich positiv: Von 14 erfassten Häusern votieren elf für Buy, die Kursziele reichen von 164 bis 215 Euro.

Auf der Geschäftsseite treibt SAP unterdessen seine KI-Integration in der Fläche voran. Der Softwarekonzern liefert mit S/4HANA und der KI-Assistenz Joule zunehmend die technologische Basis für Branchen wie Energieversorgung und Schiffbau — etwa beim Umstieg von Energieversorgern auf neue Cloud-Plattformen vor dem Support-Ende der Altlösung IS-U Ende 2027. Auch Beratungshäuser wie Accenture bauen ihre SAP-Transformationskompetenz gezielt aus, jüngst durch die Übernahme des niederländischen SAP-Partners McCoy.

Am 21. Oktober legt SAP die Zahlen zum dritten Quartal vor. Bis dahin dürfte im Mittelpunkt stehen, wie sich die margenmindernden Effekte aus den jüngsten Übernahmen tatsächlich entwickeln — und ob das Cloud-Wachstum die Lücke kompensiert.

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