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Saratoga Investment Aktie: Kurssturz nach Zahlen

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 17:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Höhere Abschreibungen und Zinskosten drücken den Nettoinventarwert, während das verwaltete Vermögen einen Höchststand erreicht.

Saratoga Investment: Aktie verliert nach Quartalszahlen über 11 Prozent
Abstrakte Darstellung eines Finanzmarktes mit düsterer, professioneller Atmosphäre und Fokus auf Marktvolatilität. Illustration mit AI erstellt.

Saratoga Investment verbucht im zweiten Geschäftsquartal ein wachsendes Portfolio und zugleich einen deutlich sinkenden Nettoinventarwert. Anleger reagierten prompt: Die Aktie fiel zuletzt um mehr als 11 Prozent auf 14,02 Dollar und notiert damit am unteren Rand ihrer Jahresspanne.

Wachstum trifft auf Abschreibungen

Das verwaltete Vermögen stieg auf den Rekordwert von 1,150 Milliarden Dollar, gut 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der bereinigte Nettoanlageertrag lag mit 0,46 Dollar je Aktie allerdings unter der Analystenschätzung von 0,49 Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 0,58 Dollar. Hauptgrund sind höhere Zinskosten nach der Umschuldung.

Schwerer wiegt der Nettoinventarwert je Aktie. Er sank um 1,08 Dollar auf 22,15 Dollar. Allein 0,90 Dollar gehen auf Wertberichtigungen zurück, vor allem bei Madison Logic, Exigo und Chronus. Diese drei Positionen kosteten 13,1 Millionen Dollar. Weitere 0,30 Dollar entfielen auf Dividenden, die den Ertrag überstiegen. Aktienrückkäufe milderten den Rückgang um 0,09 Dollar.

Die Rendite auf das Eigenkapital der vergangenen zwölf Monate drehte auf minus 1,1 Prozent. Vor einem Quartal waren es noch 4,0 Prozent.

Dividende zehrt an der Substanz

Die Quartalsdividende bleibt bei 0,75 Dollar je Aktie, ausgezahlt in drei Monatsraten. Beim aktuellen Kurs entspricht das einer Rendite von knapp 19 Prozent. Der Ertrag deckt die Ausschüttung allerdings nur zu rund 61 Prozent. Die Lücke schließt Saratoga aus Rücklagen. Das Management will sie binnen vier bis fünf Quartalen schließen, getragen von höheren Zinsen und weiteren Spreads.

Die Kreditqualität bleibt solide. Zwei Problemengagements wurden nach Quartalsende verkauft, ebenso wurde Exigo vollständig mit einem Erlös von 8,0 Millionen Dollar veräußert. Damit gibt es keine Positionen mehr, bei denen keine Zinszahlungen fließen. Rund 81 Prozent des Portfolios stecken in erstrangigen Krediten.

Finanzierung umgebaut

Im August platzierte das Unternehmen eine Anleihe über 85 Millionen Dollar mit acht Prozent Zins, die später aufgestockt wurde. Sie löste Papiere mit sechs Prozent ab. Das verlängert die Laufzeit, kostet aber mehr Zinsen. Hinzu kommt der Reset des hauseigenen CLO auf rund 350 Millionen Dollar. Die Aufsicht SBA hob zudem das Limit für die SBIC-III-Förderkredite auf 250 Millionen Dollar an.

Das Management verweist auf robuste Dealflows und disziplinierte Kreditvergabe. Die nächste Prüfung steht mit dem dritten Geschäftsquartal an, in dem sich zeigen dürfte, ob höhere Basiszinsen die Zinslast der Refinanzierung tatsächlich auffangen. Bis dahin bleibt der Nettoinventarwert von 22,15 Dollar die Messlatte: Die Aktie notiert deutlich darunter.

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