Sartorius, Aktie

Sartorius Aktie: Labor ĂŒberholt Bioprozess

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 08:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach neun Monaten ĂŒbertraf Sartorius die AnalystenschĂ€tzungen; zugleich hob der Vorstand die Erwartungen fĂŒr Lab Products & Services an.
Moderne, sterile Laborumgebung mit analytischen GerÀten in einer professionellen, wissenschaftlichen AtmosphÀre. Illustration mit AI erstellt.

Sartorius liefert nach neun Monaten leicht bessere Zahlen als erwartet, doch den interessantesten Dreh gibt es im Kleingedruckten der Prognose. Die Laborsparte soll das Jahr stĂ€rker abschließen als bisher gedacht, wĂ€hrend Bioprocess Solutions nur noch in der unteren HĂ€lfte der Zielspanne erwartet wird.

Zahlen leicht ĂŒber Konsens

Der Umsatz stieg auf 2,737 Milliarden Euro, ein Plus von 4,9 Prozent. Analysten hatten mit rund 2,71 Milliarden Euro gerechnet. Wechselkursbereinigt und ohne Zollkompensationen wuchs das operative GeschÀft um 8,1 Prozent. Hauptmotor blieb das wiederkehrende GeschÀft mit Verbrauchsmaterialien, zusÀtzlich erholte sich die Nachfrage nach Bioprozessanlagen weiter.

Das bereinigte EBITDA legte um 6,9 Prozent auf 828 Millionen Euro zu, erwartet worden waren etwa 817 Millionen. Die Marge verbesserte sich auf 30,2 Prozent, nach 29,7 Prozent im Vorjahr. Volumen- und Skaleneffekte glichen Produktmix und Wachstumsinvestitionen mehr als aus.

Der Free Cashflow sprang um 55 Prozent auf 310 Millionen Euro. Die Investitionen fielen niedriger aus als im Vorjahr, der Verschuldungsgrad sank auf 3,33.

Zölle verzerren das Bild

Sartorius erhielt im dritten Quartal RĂŒckzahlungen fĂŒr US-Zölle, die der Supreme Court fĂŒr unzulĂ€ssig erklĂ€rt hatte. Das Unternehmen reicht diese BetrĂ€ge an seine Kunden weiter. Sie mindern deshalb Umsatz und Kosten gleichermaßen, den Gewinn berĂŒhren sie nicht. Inklusive dieses Effekts wuchs der Umsatz wĂ€hrungsbereinigt um 6,9 Prozent.

FĂŒr das Gesamtjahr kann die Kompensation den Konzernumsatz um bis zu 40 Millionen Euro gegenĂŒber den ursprĂŒnglichen Annahmen drĂŒcken. Folglich rechnet der Vorstand inklusive Zolleffekten mit Wachstum in der unteren HĂ€lfte der Spanne von 5 bis 9 Prozent. Vor Zolleffekten bleibt es beim Mittelpunkt.

Laborsparte bekommt RĂŒckenwind

Die Sparte Lab Products & Services soll nun rund um das obere Ende ihrer Bandbreite von 4 bis 6 Prozent wachsen, zuvor galt die obere HĂ€lfte. Die Margenerwartung hebt der Vorstand auf leicht ĂŒber 21 Prozent an, bisher war es leicht darunter. Einige Kundenprojekte wurden ins dritte Quartal vorgezogen, was die Zahlen zusĂ€tzlich stĂŒtzte.

Konzernchef Michael Grosse verweist auf KI-gestĂŒtzte Workflows in der Wirkstoffforschung, von denen das Bioanalytik-Portfolio bereits profitiere. Gut gefĂŒllte Entwicklungspipelines der Kunden könnten spĂ€ter auch dem Bioprocessing-GeschĂ€ft helfen.

Die Marge des Konzerns soll weiter auf etwas ĂŒber 30 Prozent steigen. Zum 1. Januar 2027 Ă€ndert Sartorius Vorstandsressorts und Berichtsstruktur: Alexandra Gatzemeyer wird Chief Commercial Officer, RenĂ© FĂĄber Chief Product Officer. Aus den Sparten werden die Segmente Bioprocessing Solutions und Research Solutions.

Die Aktie lag vorbörslich bei rund 262 Euro. Die Analysten-Kursziele reichen von 220 bis 310 Euro. Die Zahlen zum Gesamtjahr folgen am 23. Februar 2027.

Anzeige

Sartorius-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Sartorius-Analyse vom 22. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Sartorius-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Sartorius-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Sartorius: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | DE0007165631 | SARTORIUS | boerse | 70390774 |