Scherzer Aktie: OLG Wien weist Anträge zurück
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 12:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mit einem ausgewiesenen Tageswert der Portfoliopositionen von 3,50 Euro je Aktie zum 30. September 2026 meldet die Scherzer & Co. AG einen deutlichen Abstand zum aktuellen Börsenpreis. Im Handel notiert das Papier heute bei 2,62 Euro, was einem Rückgang von 1,5 Prozent entspricht. Der vom Unternehmen mitgeteilte Wert berücksichtigt bereits die Verbindlichkeiten, basiert nach Unternehmensangaben allerdings nicht auf geprüften Abschlusszahlen.
Die Differenz zwischen dem berechneten Substanzwert und der Marktbewertung begleitet die Beteiligungsgesellschaft schon länger. Neben dem aktuellen Portfoliowert verwies Scherzer in der jüngsten Veröffentlichung auf Neuerungen bei wesentlichen Depotwerten, darunter Engagements bei Redcare Pharmacy, der Berentzen-Gruppe und 1&1.
Kontinuierlicher Erwerb eigener Anteile
Begleitend zu den Portfolioaktivitäten setzt die Gesellschaft ihr laufendes Aktienrückkaufprogramm fort. Im Zeitraum vom 24. September bis zum 1. Oktober 2026 erwarb Scherzer insgesamt 11.254 eigene Aktien über den Markt. Seit dem Start des Rückkaufs am 8. Juni 2026 wurden damit bis Anfang Oktober 288.498 Anteilsscheine eingezogen.
Rückkäufe unterhalb des bilanziellen Portfoliowerts gelten bei Beteiligungsgesellschaften als Mittel, um den inneren Wert für die verbleibenden Aktionäre zu festigen. Auf der Aktionärsseite gab es im September zudem eine Verschiebung: Hans Peter Neuroth übertrug am 14. September 60.000 Scherzer-Aktien aus einem Gemeinschaftsdepot als Einlage in die Kapitalrücklage der Neuroth & Söhne GmbH.
Analystenlob und juristische Entscheidung
Rückenwind für das Geschäftsmodell lieferte zuletzt auch eine Analyse von Solventis Research. Das Haus bestätigte am 24. September 2026 die Kaufempfehlung für die Aktie, nahm das Kursziel jedoch von zuvor 3,32 Euro leicht auf 3,30 Euro zurück.
Die Analysten stützten ihr positives Votum auf die Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 sowie auf einen juristischen Erfolg: Am 8. September 2026 wies das Oberlandesgericht Wien Überprüfungsanträge im Spruchverfahren rund um die Bank Austria zurück.
Für Anleger brachte diese Entscheidung wichtige Rechtsklarheit in einem langwierigen Prozess. Als nächster fixer Termin im Kalender der Gesellschaft ist für den 9. Dezember 2026 eine Sitzung des Aufsichtsrats angesetzt.
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