Seagate, SK-Hynix-Plänen

Seagate: 5,63-Prozent-Rückgang nach SK-Hynix-Plänen

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 02:10 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Seagate-Aktie verliert nach SK-Hynix-Investitionsplänen, trotz Rekordumsatz und optimistischer Prognose für das kommende Quartal.

Seagate-Aktie fällt nach SK-Hynix-Expansionsplänen trotz starker Quartalszahlen
Hochmoderne Server-Racks in einem dunklen Rechenzentrum mit blauer Beleuchtung Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Aktie von Seagate Technology geriet zum Ende der Handelswoche unter erheblichen Verkaufsdruck. Am Freitag verzeichnete das Papier einen Rückgang von 5,63 % und ging mit einem Kurs von 704,00 Euro aus dem Handel. Auslöser für die negative Stimmung waren Berichte über massive Investitionspläne eines bedeutenden Wettbewerbers. Laut Bloomberg erhielt SK Hynix die Genehmigung für eine Expansion seiner Speicherproduktion in Südkorea mit einem Volumen von 38 Milliarden US-Dollar. Anleger befürchten nun ein künftiges Überangebot und sinkende Preise auf dem Markt für Speichermedien.

Rekordzahlen und optimistischer Ausblick

Dabei hatte Seagate erst kürzlich eine positive operative Dynamik unter Beweis gestellt. Das Unternehmen meldete für das vierte Geschäftsquartal 2026 einen Umsatzsprung von 48 % im Vergleich zum Vorjahr auf 3,63 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag mit 5,71 US-Dollar deutlich über den Erwartungen der Marktteilnehmer. Diese Stärke spiegelte sich im gesamten Geschäftsjahr 2026 wider, in dem ein Gesamtumsatz von 12,2 Milliarden US-Dollar erzielt wurde.

Auch der Ausblick auf das erste Quartal des kommenden Geschäftsjahres fiel zuversichtlich aus. Das Management strebt einen Umsatz von rund 4,1 Milliarden US-Dollar an. Die Zielsetzung für das bereinigte Ergebnis je Aktie liegt in einer Spanne von etwa 7,30 US-Dollar. Die Prognosen des Unternehmens liegen damit deutlich über den bisherigen durchschnittlichen Schätzungen der Analysten.

Parallel zur Umsatzsteigerung verbesserte sich die finanzielle Stabilität des Speicherherstellers. Seagate berichtete für das abgelaufene Geschäftsjahr einen freien Cashflow auf Rekordniveau von 3,1 Milliarden US-Dollar. Diese Mittel wurden unter anderem genutzt, um die Gesamtverschuldung um 1,4 Milliarden US-Dollar zu reduzieren. Die verbleibenden Verbindlichkeiten belaufen sich damit noch auf 3,6 Milliarden US-Dollar.

Technologische Roadmap und Analystenstimmen

Im Fokus der langfristigen Strategie steht die Mozaic-Plattform. Das Unternehmen treibt derzeit den Hochlauf der Mozaic 4+ Generation voran, die Speicherkapazitäten von 44 Terabyte ermöglicht. Während einer Telefonkonferenz mit Investoren gab das Management zudem bekannt, dass Festplatten mit einer Kapazität von 50 Terabyte auf Basis der HAMR-Technologie vorbereitet werden. Diese sollen voraussichtlich Ende 2027 für erste Kundenvalidierungen zur Verfügung stehen.

Trotz der jüngsten Kursschwäche zeigten sich viele Analysehäuser zuletzt optimistisch. Die Analysten von Barclays hoben am Donnerstag ihr Kursziel für die Aktie von 1.000 auf 1.250 US-Dollar an und bestätigten die Einstufung mit "Overweight". Auch die Citigroup reagierte auf die Quartalszahlen und passte ihr Ziel nach oben auf 1.300 US-Dollar an. Die Experten verwiesen dabei auf die über den Erwartungen liegende Guidance.

Insider-Transaktionen und Kapitalrückführung

Neben der Marktdynamik sorgten Meldungen über Verkäufe aus dem Management für Aufmerksamkeit. Laut einer Pflichtmitteilung veräußerte CEO William D. Mosley am Montag insgesamt 17.080 Anteile zu einem Durchschnittskurs von 827,30 US-Dollar. Die Transaktion hatte ein Gesamtvolumen von rund 14,13 Millionen US-Dollar. Am Dienstag trennte sich zudem CTO John Christopher Morris von 168 Aktien im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans.

Für die Aktionäre bleibt die Dividendenpolitik ein stabiler Faktor. Das Board of Directors kündigte eine vierteljährliche Ausschüttung von 0,74 US-Dollar pro Aktie an. Diese wird am 7. Oktober an jene Anleger ausgezahlt, die am Stichtag 24. September Anteile halten. Trotz der jüngsten Korrektur weist die Aktie seit Jahresbeginn weiterhin eine beeindruckende Performance von 196,55 % auf.

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