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ServiceNow Aktie: noris network erhält Cloud-Zertifizierung

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 21:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der deutsche Partner hostet ServiceNows KI-Plattform lokal; die Aktie gewann im deutschen Handel 1,6 Prozent.

Analyst betrachtet nachts IT-Ticket-Dashboard mit Kanban-Spalten auf großem gebogenem Monitor
ServiceNow Inc. (US81762P1021) zeigt ein IT-Ticket-Dashboard auf einem großen Monitor im nächtlichen Büro Illustration mit AI erstellt.

ServiceNow forciert den Ausbau seiner KI-Infrastruktur im europäischen Unternehmensumfeld. Am heutigen Montag wurde der deutsche IT-Dienstleister noris network offiziell als „Sovereign Partner Cloud Provider“ zertifiziert, um die Plattform des Softwarekonzerns künftig aus hochsicheren Rechenzentren innerhalb Deutschlands bereitzustellen. An den Finanzmärkten stieß der Schritt auf Zuspruch: Im deutschen Handel legte die Aktie heute um 1,6 Prozent auf 121,25 Euro zu.

Lokale Datenhoheit für regulierte Branchen

Im Zentrum der neuen Partnerschaft steht die Bereitstellung der KI-Plattform für Kunden mit strengen Anforderungen an Datenhoheit und rechtliche Vorgaben. noris network übernimmt dabei das Hosting der Software in eigenen deutschen Rechenzentren und gewährleistet die technische Betreuung vor Ort.

Der IT-Spezialist betreibt hierzulande sieben ISO-27001-zertifizierte Rechenzentren an fünf Standorten, darunter eine Anlage in Nürnberg, die vollständig mit erneuerbaren Energien arbeitet.

Für ServiceNow markiert die Zertifizierung eine gezielte Erweiterung seiner europäischen Infrastrukturstrategie. Das Unternehmen ergänzt damit bestehende Kooperationen mit STACKIT sowie der Deutschen Telekom und T-Systems.

Nach Angaben von ServiceNow wickeln Unternehmenskunden mittlerweile jährlich mehr als 95 Milliarden digitale Arbeitsabläufe über die Plattform ab, was den Bedarf an zertifizierten und regional verankerten Betriebsumgebungen kontinuierlich erhöht.

Zugleich positioniert sich der Konzern zunehmend als Träger der nächsten technologischen Entwicklungsstufe. In einem Ausblick auf das vierte Quartal 2026 stufte die Deutsche Bank das Unternehmen als maßgeblichen Profiteur jenseits der reinen Chiphersteller ein. Das Softwarehaus könne insbesondere durch den Einsatz autonomer KI-Agenten in komplexen Unternehmensabläufen nachhaltiges Wachstum generieren.

Wachstumsambitionen bis 2030

Hinter der strategischen Expansion steht der Anspruch, das Geschäftsmodell weiter zu skalieren. Das KI-Segment von ServiceNow hat beim jährlichen Vertragswert bereits die Marke von einer Milliarde US-Dollar überschritten. Im jüngsten Geschäftsquartal verbuchte der Konzern ein Plus bei den Abonnement-Erlösen von 24,5 Prozent auf 3,877 Milliarden US-Dollar.

Das Management peilt bis zum Jahr 2030 einen jährlichen Abonnement-Umsatz von über 30 Milliarden US-Dollar an. Mit dem zunehmenden Einsatz komplexer Workflows wachsen jedoch auch die operativen Anforderungen: Nach gemeldeten Schwachstellen in der eigenen KI-Plattform kündigte ServiceNow zuletzt eine Partnerschaft mit dem Sicherheitsspezialisten Reco an, um Schutzmechanismen bei der automatisierten Prozessverarbeitung weiter zu verstärken.

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