Sherwin-Williams, Aktie

Sherwin-Williams Aktie: Engere Gewinnspanne

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 17:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im dritten Quartal stiegen die Erlöse um 7,9 Prozent, wÀhrend der bereinigte Gewinn je Aktie die AnalystenschÀtzungen verfehlte.
Abstrakte Darstellung einer modernen industriellen Produktionsanlage mit Fokus auf kĂŒhle, metallische Strukturen. Illustration mit AI erstellt.

Mehr Umsatz, kaum mehr Gewinn: Sherwin-Williams hat im dritten Quartal die Erlöserwartungen ĂŒbertroffen, beim Ergebnis je Aktie aber enttĂ€uscht. Vorbörslich gab das Papier am Dienstag um gut 3 Prozent nach und rutschte auf rund 325 Dollar.

Preiserhöhungen treiben den Umsatz

Der Konzernumsatz stieg im Jahresvergleich um 7,9 Prozent auf 6,86 Milliarden Dollar. Treiber waren vor allem höhere Preise. Dazu trug die Übernahme des brasilianischen BautenanstrichgeschĂ€fts Suvinil bei, das Sherwin-Williams im Oktober 2025 von BASF gekauft hatte.

Konzernchefin Heidi Petz verwies auf ein weiterhin verhaltenes Marktvolumen. Das Unternehmen habe dennoch neue Kunden gewonnen und Marktanteile ausgebaut. Parallel dazu habe man Preis- und Kostenmaßnahmen ergriffen, um dem Inflationsdruck zu begegnen.

Gewinn bleibt hinter den Erwartungen

Beim Ertrag fiel das Bild schwÀcher aus. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte nur um 1,1 Prozent auf 3,63 Dollar zu und verfehlte damit die AnalystenschÀtzungen. Unter dem Strich sank der Gewinn um 1,5 Prozent auf 821 Millionen Dollar, vor allem wegen höherer Einkommensteuern.

Kein Wunder, dass der Markt nĂŒchtern reagiert. Umsatzwachstum aus Preiserhöhungen und ZukĂ€ufen stĂŒtzt die Kennzahlen, schlĂ€gt aber nicht in gleichem Maß auf das Ergebnis durch.

Prognose prÀzisiert

FĂŒr das Gesamtjahr 2026 grenzt der Konzern die Spanne fĂŒr den bereinigten Gewinn je Aktie ein: auf 11,85 bis 12,15 Dollar. Zuvor standen 11,80 bis 12,20 Dollar im Plan. Die Mitte der Spanne bleibt damit unverĂ€ndert, im Vorjahr lag der Wert bei 11,43 Dollar.

Beim Umsatz rechnet Sherwin-Williams weiter mit einem Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. FĂŒr das vierte Quartal peilt das Unternehmen einen Erlöszuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Die Aktie dĂŒrfte sich im regulĂ€ren US-Handel daran messen lassen, ob die Anleger die unverĂ€nderte Prognosemitte als StabilitĂ€tssignal werten oder die verfehlte ErgebnisschĂ€tzung stĂ€rker gewichten.

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