Sibanye, Stillwater

Sibanye Stillwater Aktie: KI soll Tiefenbergbau sicherer machen

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 15:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Unternehmen erprobt Automatisierung für tief liegende Goldvorkommen und stellt den Schutz der Beschäftigten vor deren Erschließung.

Sibanye-Stillwater testet Robotik für den Abbau in großer Tiefe
Moderne, technologisch fortschrittliche Untertage-Minenlandschaft mit atmosphärischer Beleuchtung und futuristischen Akzenten. Illustration mit AI erstellt.

Sibanye-Stillwater prüft neue Technologien für den Abbau in extremen Tiefen. Wie Vorstandschef Richard Stewart heute mitteilte, untersucht das Bergbauunternehmen den Einsatz von Robotik und Künstlicher Intelligenz, um ultratiefe Goldvorkommen sicher zu erschließen.

Erste finanzielle Mittel flossen bereits in entsprechende Testreihen. Diese Versuche lieferten nach Unternehmensangaben teilweise ermutigende Resultate, um künftig Lagerstätten zu erreichen, die für menschliche Arbeitskräfte unter herkömmlichen Bedingungen kaum zugänglich sind.

Extreme Hitze und Gebirgsspannungen unter Tage

Die physikalischen Barrieren in solchen Tiefenlagen stellen Minenbetreiber vor gewaltige Hürden. In rund 3.000 Metern Tiefe erreichen ungestörte Gesteinsformationen Temperaturen von nahezu 50 Grad Celsius, während die Hitze in noch tieferen Zonen weiter drastisch zunimmt.

Neben den thermischen Belastungen erzeugen hohe Gebirgsspannungen erhebliche Gefahren durch Felsstürze und seismische Aktivitäten. Stewart stellte klar, dass Beschäftigte ohne einen garantierten Sicherheitsstandard nicht in noch tiefere Zonen geschickt werden.

Die Überlegungen zu Robotik und Automatisierung berühren direkt die künftige Ausrichtung der südafrikanischen Förderstandorte. Für etablierte Liegenschaften wie Kloof, Beatrix und die besonders tief reichende Driefontein-Mine stellen verlässliche Sicherheitskonzepte die Grundvoraussetzung für jede Fortführung dar.

Stewart betonte, dass der Schutz der Belegschaft oberste Priorität habe. Um den Abbau über bestehende Zeitpläne hinaus wirtschaftlich und personalschonend aufrechtzuerhalten, setzt das Unternehmen auf neuartige Lösungen, bevor extrem tiefe Schichten überhaupt für Menschen freigegeben werden können.

Umbau der internationalen Betriebe

Die Initiative für extrem tiefe Vorkommen fügt sich nahtlos in die übergeordnete Modernisierungsstrategie ein. Das Management forciert mechanisierte Fördermethoden auch außerhalb Afrikas, um Betriebskosten zu dämpfen und die Produktivität nachhaltig zu festigen.

Mit den neuen Vereinbarungen und strukturellen Effizienzprogrammen reagiert das Unternehmen auf das anhaltend schwierige Preisumfeld im Platin- und Palladiumsektor. Zugleich belasten die operativen Herausforderungen der vergangenen Wochen die Stimmung der Anleger.

An den Kapitalmärkten spiegelt sich dieser Druck deutlich wider: Die Aktie von Sibanye-Stillwater verzeichnet einen Kurs von 8,30 Euro und damit ein Tagesminus von 6,7 Prozent. Der verstärkte Fokus auf innovative Abbaumethoden soll mittelfristig dazu beitragen, die Rentabilität der Minen wieder auf ein solides Fundament zu stellen.

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