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Siemens Aktie: Busch fordert Kooperation mit Wettbewerbern

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 10:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Busch sieht Europas Energiewende durch Regulierung und langsame Abstimmung gebremst und setzt auf Kooperation sowie schnellere Netzentwicklung.
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Siemens-Chef Roland Busch fordert schnellere Entscheidungen in Europa und zugleich mehr Zusammenarbeit mit asiatischen Partnern. Dabei schließt er Kooperationen mit Wettbewerbern ausdrĂŒcklich ein. FĂŒr Anleger verbindet sich damit eine konkrete Perspektive: Siemens will Infrastrukturprojekte in Asien voranbringen, wĂ€hrend Busch in Deutschland bessere Rahmenbedingungen fĂŒr die Industrie verlangt.

Heute drĂ€ngte Busch auf bezahlbare Energie, weniger Regulierung und Arbeitsmarktreformen. Seine Forderungen richten sich an Deutschland und Europa. Im Mittelpunkt steht nicht allein staatliche UnterstĂŒtzung. Auch Unternehmen sollen ihre Zusammenarbeit dort verstĂ€rken, wo gemeinsame Lösungen sinnvoll und rechtlich zulĂ€ssig sind.

Kooperation statt technologischer AlleingÀnge

In einem heute veröffentlichten Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sprach sich Busch fĂŒr engere Beziehungen Deutschlands zu Asien aus. Dazu zĂ€hlt aus seiner Sicht auch die Zusammenarbeit mit Wettbewerbern in Japan und Korea.

Als mögliche Felder nannte er Plattformen und Spezialchips. Der Vorstoß ist damit kein pauschales PlĂ€doyer fĂŒr Kooperation: Wirtschaftlicher Nutzen und rechtliche ZulĂ€ssigkeit bleiben Voraussetzungen. FĂŒr Anleger ist diese EinschrĂ€nkung wichtig, denn Busch formuliert einen strategischen Ansatz und keine bereits abgeschlossene Vereinbarung.

Japan und Korea dienen ihm zugleich als Beispiele fĂŒr eine stĂ€rker koordinierte Industriepolitik. Busch verwies auf klare technologische PrioritĂ€ten in Japan und die regelmĂ€ĂŸige Abstimmung innerhalb der koreanischen Regierung. Zudem habe Japans Wirtschaftsministerium Meti gemeinsam mit Unternehmen Erfolge bei der Beschaffung kritischer Rohstoffe erzielt.

Engere GeschĂ€ftskontakte und Freihandelsabkommen könnten nach seinen Worten deutsch-vietnamesische Investitionen fördern. Bei der breiteren EinfĂŒhrung kĂŒnstlicher Intelligenz komme es außerdem auf engagierte FĂŒhrungskrĂ€fte, angepasste Prozesse und besser aufbereitete Daten an.

Europas EngpĂ€sse liegen auch außerhalb der Technik

Er sieht Regulierung, politische Unklarheit und langsame Abstimmung als zentrale Hindernisse der europÀischen Energiewende. Nicht fehlende Technik sei das Hauptproblem.

Singh verlangt deshalb eine schnellere Elektrifizierung sowie einen beschleunigten Ausbau und eine Modernisierung der Stromnetze. Als weitere Herausforderungen nennt er FachkrĂ€ftemangel und Lieferketten. KĂŒnstliche Intelligenz könne helfen, Netze und Anlagen zu optimieren.

Damit ergĂ€nzen sich die Aussagen der Siemens-FĂŒhrung: Technische Lösungen und internationale Kooperationen sollen Wachstum ermöglichen, benötigen aber zĂŒgigere Umsetzung. FĂŒr die Bewertung der Strategie zĂ€hlt deshalb nicht nur die LeistungsfĂ€higkeit der Produkte. Entscheidend ist ebenso, ob Kunden und öffentliche Stellen Infrastrukturvorhaben tatsĂ€chlich schneller realisieren können.

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