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Siemens Energy: 1,19 Milliarden Nettogewinn schlägt Prognose

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 20:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Siemens Energy übertrifft im dritten Quartal die Analystenerwartungen deutlich und bestätigt die Prognose. Zudem plant der Konzern Investitionen von zwei Milliarden Euro bis 2028.

Siemens Energy übertrifft Erwartungen: Rekordquartal und Milliarden-Investitionen
Moderne Energieinfrastruktur bei Sonnenuntergang als Symbol für wirtschaftlichen Erfolg im Energiesektor Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Siemens Energy hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 deutlich mehr verdient als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg im Zeitraum April bis Juni auf 11,45 Milliarden Euro, ein Plus von 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Betriebsergebnis kletterte auf 1,62 Milliarden Euro und lag damit klar über dem Konsens von 1,38 Milliarden Euro.

Beim Nettogewinn von 1,19 Milliarden Euro übertraf der Energietechnikkonzern die Erwartungen von 983 Millionen Euro um 21 Prozent. Bloomberg berichtete am Mittwoch über die Zahlen.

Rekordauftragsbestand und starke Gasturbinen-Nachfrage

Der Auftragsbestand von Siemens Energy erreichte im Quartal ein Rekordniveau von 162 Milliarden Euro, auch der Auftragseingang markierte erneut einen Höchststand. Besonders bemerkenswert: Die Windkrafttochter Siemens Gamesa schrieb erstmals seit vier Jahren wieder ein positives Quartalsergebnis.

CEO Christian Bruch sagte laut Bloomberg, die Nachfrage nach Gasturbinen bleibe auch 2027 stark. KI-Rechenzentren seien ein wichtiger, aber nicht der einzige Treiber der globalen Elektrifizierung.

Das Unternehmen bestätigte zudem seine angehobene Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Die Marge beim bereinigten Betriebsergebnis soll das obere Ende der Spanne von 10 bis 12 Prozent erreichen. Für das Gesamtjahr peilt Siemens Energy ein vergleichbares Umsatzwachstum von 14 bis 16 Prozent an, einen Nettogewinn von rund 4 Milliarden Euro und einen freien Cashflow vor Steuern von etwa 8 Milliarden Euro.

Investitionsoffensive und Kapitalrückführung

Parallel zu den starken Zahlen kündigte Siemens Energy eine umfangreiche Investitionsoffensive an. Bis 2028 sollen 2 Milliarden Euro in Transformator- und Schaltanlagenfabriken fließen, umgerechnet rund 2,3 Milliarden US-Dollar.

Insgesamt sollen Investitionen und Forschungsausgaben im Zeitraum 2026 bis 2028 gegenüber den drei Vorjahren um 20 Prozent steigen. Im Windkraftgeschäft treibt Siemens Gamesa die Konsolidierung des Produktionsnetzwerks voran: Von zehn Standorten im Jahr 2023 sollen 2026 nur noch vier übrig bleiben.

Gleichzeitig will der Konzern Aktionäre stärker am Erfolg beteiligen. Über den Zeitraum 2026 bis 2028 sind bis zu 10 Milliarden Euro für Dividenden und Aktienrückkäufe vorgesehen. Eine zweite Rückkauftranche von bis zu 1 Milliarde Euro läuft seit dem 4. Juni bis Ende September. In der Woche vom 20. bis 26. Juli erwarb Siemens Energy dabei 637.140 eigene Aktien, seit Start der laufenden Tranche summiert sich das Volumen auf 4.571.595 Papiere.

Markenwechsel zu Omterra nimmt Formen an

Am 14. Juli hatte Siemens Energy angekündigt, künftig unter einer neuen Dachmarke aufzutreten: Omterra soll Siemens Energy und Siemens Gamesa vereinen. Der Übergang beginnt später im laufenden Jahr und wird in Phasen umgesetzt. Für die Nutzung des bisherigen Markennamens zahlt der Konzern der Siemens AG bis 2030 eine Lizenzgebühr von rund 300 Millionen Euro pro Jahr.

Aktie knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt

An der Börse setzte sich die positive Grundstimmung fort: Die Aktie notiert bei 155,46 Euro und legt am heutigen Montag um 1,28 Prozent zu. Auf Wochensicht steht ein Plus von 5,04 Prozent.

Trotz der jüngsten Stärke bleibt der Titel gut 20 Prozent unter seinem im April markierten 52-Wochen-Hoch von 195,38 Euro entfernt – ein Hinweis darauf, dass die Rekordzahlen den Kurs bislang nicht zu neuen Höchstständen getragen haben, sondern die Erholung von den Kursverlusten seit dem Frühjahr fortsetzen.

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