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Siemens Energy Aktie: GE Vernova stützt die Erholung

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 19:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
GE Vernovas Auftragsplus stützt die Nachfrageperspektive, während Siemens Energy am 11. November Jahreszahlen und neue Ziele vorlegt.
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Die starken Zahlen des US-Rivalen GE Vernova geben Siemens Energy neuen Schwung. Sie zeigen, dass die Nachfrage nach Kraftwerks- und Netztechnik durch den KI-Ausbau intakt bleibt, und das in einer Phase, in der viele Anleger daran zu zweifeln begonnen hatten. Die Aktie notiert am Donnerstag bei rund 135 Euro.

GE Vernova liefert Rückenwind

GE Vernova hat im dritten Quartal Aufträge von 29,3 Milliarden US-Dollar eingesammelt, organisch fast doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Treiber war vor allem das Gasturbinengeschäft. Die Umsatzprognose für 2026 hob der Konzern erneut an, es ist bereits die dritte Anhebung in Folge.

Siemens Energy profitiert vom gleichen Umfeld. Die Sparte Gas Services erzielte im dritten Geschäftsquartal einen Rekordauftragseingang von knapp 10 Milliarden Euro, getragen von der Nachfrage aus den USA und großen Rechenzentrumsprojekten. Der Auftragsbestand des Konzerns liegt bei 162 Milliarden Euro.

Der Abstand zum Rekordhoch bleibt groß

Trotz der jüngsten Gewinne liegt die Aktie noch rund 30 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom April bei 191,66 Euro. Zwei Sorgen drücken: Zweifel, ob sich die KI-Investitionen der Technologiekonzerne rechnen, und steigende Zinsen, die die Finanzierung neuer Rechenzentren verteuern.

Hinzu kam eine Branchenstudie von Barclays. Analyst George Featherstone schrieb, die Lieferkette müsse sich von ihrer „vermeintlich unbegrenzten Fähigkeit“ verabschieden, Preise zu erhöhen und Margen auszuweiten. Auch das Management dämpft die Erwartungen: Der Auftragseingang bei Gas Services soll im vierten Geschäftsquartal unter den außergewöhnlich starken Vorquartalen liegen.

Bank of America sieht zu viel Pessimismus

Die Bank of America setzt dagegen. Sie bleibt bei „Buy“ und hält die Bewertung für überzogen pessimistisch. „Shares now more than price in DC risks“, schreiben die Analysten, selbst ihr harter Bärenfall zeige noch ordentliches Aufwärtspotenzial. Die Zahlen von GE Vernova und Hitachi Energy sprechen aus ihrer Sicht für starke Gasmargen, steigende Netzmargen und stabile Gasaufträge bis 2027.

Für die Zielvorgaben erwartet die Bank 21 bis 23 Prozent Marge für das Geschäftsjahr 2030, etwas mehr als der Markt. Beim freien Cashflow 2027 rechnet sie mit bis zu 9 bis 10 Milliarden Euro und mit jährlichen Aktienrückkäufen von 4 Milliarden Euro. Das sind Erwartungen der Bank, keine Unternehmensangaben.

Der nächste harte Datenpunkt kommt am 11. November. Dann legt Siemens Energy die Zahlen zum Gesamtjahr vor, dazu den Ausblick auf 2027, neue Ziele für 2030 und einen aktualisierten Rahmen für die Kapitalallokation. Dort zeigt sich, wie deutlich der Auftragseingang im Gasgeschäft nachgibt und ob die Preissetzungsmacht hält, die Barclays infrage stellt.

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