Silber, Preis

Silber Preis: 6,9 Prozent unter Durchschnitt

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 10:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Straffungssignale der Fed belasten Silber, während Anleger auf die September-Verbraucherpreise und weitere Hinweise zur Geldpolitik blicken.

Silberpreis unter Druck: US-Zinsen und Inflation bremsen Erholung
Mehrere physische Silberbarren und Münzen auf einer dunklen Schieferoberfläche bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Vor den anstehenden US-Inflationsdaten sehen sich Anleger am Silbermarkt mit anhaltendem Gegenwind konfrontiert. Das unverzinsliche Edelmetall geriet zuletzt unter Druck, da hawkishe Signale aus den Reihen der US-Notenbank Federal Reserve und die Erwartung hartnäckiger Teuerungsraten die Zinshoffnungen dämpfen.

Am Montag schloss der Front-Month-Kontrakt an der COMEX bei 60,55 US-Dollar je Feinunze, womit die Notierung 6,9 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 65,01 US-Dollar verharrt.

Straffere Geldpolitik setzt Edelmetalle unter Druck

Verantwortlich für die zurückhaltende Stimmung an den Rohstoffmärkten sind vor allem geldpolitische Signale aus den USA. Beth Hammack, Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, sprach sich jüngst für eine straffe Geldpolitik sowie zügige Zinsanpassungen aus. Höhere Zinsen schmälern tendenziell die Attraktivität zinsloser Anlagen wie Silber und Gold.

Zugleich richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für den September. Ökonomen der Société Générale rechnen mit einer Kerninflationsrate von 2,5 Prozent, was den Konsensschätzungen entspräche und an den Zinserwartungen für die kommenden Sitzungen wenig ändern dürfte.

Fundamentale Lage und technische Hürden

Neben der Zinsdebatte liefert das fundamentale Umfeld ein gemischtes Bild. Das globale Defizit am physischen Silbermarkt bleibt zwar ein bestimmender Faktor, nachdem Branchenberichte vor rund zwei Wochen ein anhaltendes Angebotsdefizit für das laufende Jahr prognostizierten. Dennoch dominieren kurzfristig die makroökonomischen Bremsklötze das Geschehen.

Im Chartbild ringt der Markt derweil um Stabilität. Nach einer schwächeren Phase testet das Metall wichtige Unterstützungsmarken, während Erholungsversuche im Bereich über der Marke von 61 US-Dollar rasch ausgebremst wurden.

Bei einem aktuellen Abstand von minus 50 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bleibt das Papier im übergeordneten Bild deutlich unter seinen früheren Höchstständen zurück. Ob die Bullen neues Momentum aufbauen können, dürfte maßgeblich vom Ausgang der US-Inflationsberichte und den nächsten Signalen der Notenbank abhängen.

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