Smi, Bauwerte

Smi: Bauwerte drehen ins Minus

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 19:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Schweizer Leitindex sank um 0,40 Prozent; Bauwerte und Roche belasteten, während Holcim und ABB zulegten.
Ein Baukran auf einer modernen Baustelle bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Der Schweizer Leitindex hat den Dienstag nach einem richtungslosen Handel leicht schwächer beendet. Der SMI schloss 0,40 Prozent tiefer bei 14.743 Punkten. Dabei standen 14 Verlierer nur sechs Gewinnern gegenüber. Der Index ordnete sich damit in einen europaweit schwächeren Handel ein: Auch der EuroStoxx 50 gab 0,51 Prozent nach.

Gewinnmitnahmen im Bausektor

Am Montag hatten die Bauwerte noch den Markt angeführt, nun wurden sie verkauft. Amrize, Geberit und Sika verloren zwischen 0,7 und 2,2 Prozent. Holcim hielt sich mit einem Plus von 0,1 Prozent besser als der Markt.

Geberit büßte 2,2 Prozent ein, obwohl der Sanitärausstatter mit den Neunmonatszahlen die Erwartungen erfüllte und den Jahresausblick bestätigte. Die Aktie war in den vergangenen drei Wochen schon deutlich gelaufen. Im Handel hieß es, für weitere Gewinne habe eine positive Überraschung gefehlt.

Defensive ohne Rückhalt

Die Pharmaschwergewichte hatten schon am Montag kräftig nachgegeben und konnten anfängliche Gewinne nicht halten. Novartis schloss kaum verändert, Roche verlor 1,6 Prozent. Nestlé gab 0,3 Prozent ab. Am Mittag hatten die defensiven Titel den Index noch knapp im Plus gehalten.

Galderma rutschte um 1,3 Prozent ab. Der erst vor wenigen Monaten angetretene Finanzchef Luigi La Corte trat überraschend zurück. In der zweiten Reihe fielen Sonova um 1,3 Prozent, nachdem die UBS die Titel auf "Neutral" abgestuft hatte.

Clariant gewann dagegen 1,4 Prozent. Die Drittquartalszahlen hatten zwar die Erwartungen verfehlt, doch JP Morgan bewertete die Aussagen zu den Aufträgen im vierten Quartal als ermutigend. ABB legte nachrichtenlos 1,6 Prozent zu.

Politik und Nahost bremsen

Die Anleger hielten sich zurück. Am Tag der US-Zwischenwahlen wartete der Markt auf das Ergebnis, das am Mittwoch erwartet wird. Marktteilnehmer verwiesen auf die wachsende KI-Skepsis vieler Wähler und die gestiegenen Lebenshaltungskosten, die den Republikanern die Mehrheit kosten könnten.

Hinzu kam der Nahost-Konflikt. Nach US-Angriffen auf eine iranische Insel in der Nacht sorgten am Nachmittag Vorschläge von Vermittlern aus Katar für Hoffnung auf Entspannung. Das reichte nur zwischenzeitlich für ein Plus im Index. Zusätzlich belasteten die Schwäche im Technologiesektor und wieder steigende Ölpreise.

Am Mittwoch richtet sich der Blick auf das Wahlergebnis in den USA. Es dürfte die Richtung für den Handel in Zürich vorgeben.

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