Snowflake Aktie: v2-Connector mit Salesforce verfügbar
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 20:03 Uhr | Redaktion boerse-global.deSnowflake und Salesforce erweitern ihre Datenintegration für KI-Anwendungen. Neue Funktionen sind bereits allgemein verfügbar, andere befinden sich noch in der öffentlichen Vorschau oder sind geplant. Für Anleger liegt die Bedeutung vor allem in der bestehenden Nutzung: Die Zusammenarbeit verbindet bereits zahlreiche Kunden und große Datenbestände. Ob daraus zusätzliche profitable Umsätze entstehen, bleibt die entscheidende wirtschaftliche Frage.
Gemeinsame Nutzung wächst deutlich
Nach Angaben von Salesforce nutzen mehr als 1.000 gemeinsame Kunden plattformübergreifende Anwendungen mit der sogenannten Zero-Copy-Integration. Darüber sind 71 Billionen Datenzeilen verbunden. Das ist mehr als viermal so viel wie im Vorjahr.
Die Erweiterung setzt damit auf einer bereits genutzten Verbindung auf. Das unterscheidet sie von einer reinen Produktankündigung ohne nachgewiesene Kundenbasis. Die Nutzungszahlen beschreiben allerdings den Umfang der Integration, nicht den daraus erzielten Umsatz oder Gewinn von Snowflake.
Konkret stellt der neue v2-Connector Daten aus Salesforce Data 360 als Iceberg-Tabellen in Snowflake bereit. Diese Funktion ist allgemein verfügbar. Gleiches gilt für Data 360 Private Connect Multicloud für Snowflake auf Azure.
Nicht alle Funktionen sind marktreif
Die erweiterte Zero-Copy-Anbindung mit Horizon Catalog und Snowflake Cortex Agents befindet sich dagegen in der öffentlichen Vorschau. Für Tableau-Semantic-Views in Snowflake ist die allgemeine Verfügbarkeit Anfang 2027 geplant.
Für die Bewertung der Kooperation ist diese Unterscheidung wichtig. Bereits verfügbare Funktionen können Kunden einsetzen; Vorschauangebote und geplante Erweiterungen stehen an einem anderen Punkt der Einführung. Die gesamte angekündigte Funktionalität lässt sich deshalb nicht als bereits vollständig ausgerolltes Angebot betrachten.
Auch die größere verbundene Datenmenge ist kein unmittelbarer Beleg für einen entsprechend höheren Ergebnisbeitrag. Salesforce nennt für die Erweiterung keine konkreten Umsatz- oder Gewinnziele für Snowflake. Die operative Reichweite ist damit greifbarer als ihr finanzieller Effekt.
Wachstum muss sich im Ergebnis zeigen
Snowflake meldete für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 1,55 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Wachstum von 35,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zudem hob das Unternehmen seinen Jahresausblick für den Produktumsatz an.
Die Geschäftsentwicklung liefert damit einen Wachstumskontext für die vertiefte Integration. Sie belegt aber nicht, welchen Anteil die Zusammenarbeit mit Salesforce daran hat. Für Anleger sollten Nutzung, Umsatzwachstum und Profitabilität deshalb getrennte Prüfgrößen bleiben.
Die nächsten Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2027 werden voraussichtlich am 2. Dezember erwartet. Bis dahin liefert die Salesforce-Erweiterung vor allem einen konkreten Beleg für die zunehmende Verzahnung beider Plattformen. Ein bezifferter zusätzlicher Ergebnisbeitrag ist damit noch nicht verbunden.
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